Gensungens Aufholjagd blieb unbelohnt

Kauffeld: Da war mehr drin

Arnd

pohlheim. Nein, das musste nicht sein. „Eine unnötige Niederlage“, ärgerte sich Arnd Kauffeld nach dem 25:27 (11:15) der ESG Gensungen/Felsberg bei der HSG Pohlheim. Außerdem hatte der Trainer des heimischen Handball-Oberligisten auch noch einen weiteren Ausfall nach Cornelius Feuring zu beklagen. Sein „Vertreter“ Tim Schneider musste nach 38 Minuten wegen einer Knieverletzung ausscheiden – und seine Mannschaft in de Schlussphase ohne Linkshänder im Rückraum agieren.

Da schien das Spiel gelaufen, denn Jonas Schleenbecker hatte auf 19:12 (36.) für die HSG erhöht, während Jan Pollmer fast im Gegenzug einen Siebenmeter ungenutzt ließ. Endgültig bahnte sich die Vorentscheidung nach Rühls Tor zum 22:15 (45.) an. Es war der sechste Treffer des Halblinken, den der ESG-Coach fortan kurz decken ließ. Und diese Maßnahme wirkte, brachte die Gastgeber in der Offensive in arge Schwierigkeiten, zumal sich auch Torwart Lauterbach zu steigern wusste.

Angeführt vom starken Regisseur Hütt rafften sich die Edertaler noch mal auf. Christoph Koch (2), Jan Hendrik Walther und Vince Schmidt konnten durch vier Treffer in Folge auf 22:19 (48.) verkürzen. Endgültig „dran“ waren die Gensunger nach Hütts Treffer zum 25:24 (58:24). Auch Rechtsaußen Walther konnte per Siebenmeter noch mal auf ein Tor (26:25) verkürzen, ehe Maximilian Rühl zwölf Sekunden vor Schluss die ESG-Hoffnungen auf ein Remis endgültig zerstörte.

Allerdings: Den Grund für die dritte Saisonniederlage sah Trainer Kauffeld in der zu hohen Fehlerquote seines Angriffs in der ersten Hälfte: „Da haben wir zuviel verworfen.“ Dazu wurde seine Mannschaft in Überzahl zu oft ausgespielt. So blieb eine passable Abwehrleistung mit einem starken Innenblock unbelohnt.

Und die Partie bis zum 12:11 (28.) ausgeglichen, ehe die Mittelhessen, bei denen Felix Erdmann (7) kaum zu halten war, bis zur Pause sogar auf 15:11 erhöhen konnten. Und auf sieben Tore davonzogen, was sich letztlich trotz toller Moral als zu große Hypothek für die Gensunger entpuppte Damit ist ihre Erfolgsserie von vier Siegen in Folge gerissen. Und der durchaus mögliche Sprung auf den dritten Platz wurde verpasst. • Gens./Felsberg: Lauterbach, Mügge; Bauer 1, Rossel 1, Gerhold 1, Alscher, Hütt 6, Schmidt 2, Otto, Schneider 1, Rohde, Koch 4, Walther 8/5, Pollmer 1. SR: Lahaye/Sommerfeld. Zeitstrafen: 10:6-Minuten. Siebenmeter: 4/3:8/5. (ohm)

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