Handball: Derby zwischen der SVH Kassel und TSV Vellmar ist geprägt von Emotionen

„Kein Freundschaftsspiel“

Iljo Duketis. Foto: Malmus

Kassel. Zwei Spieltage sind noch in der Handball-Oberliga der Männer zu spielen und eigentlich geht es für die als Absteiger feststehende SVH Kassel und den TSV Vellmar um gar nichts mehr. Wäre da nicht das Derby beider Teams, das am Samstag bereits um 18 Uhr in der Harleshäuser Sporthalle beginnt. Wir blicken zurück auf die Geschicht der Derbys.

Die Rivalität

„Der Abstieg beider Mannschaften spielt in der Partie überhaupt keine Rolle. Es geht um Prestige“, sagt SVH-Trainer Iljo Duketis. Kurios dabei ist, dass es in den letzten Jahren kaum zu Duellen beider Mannschaften kam. Seit der Saison 2007/2008 kam es zu fünf Aufeinandertreffen, die letzten drei gewann Vellmar. Den letzten Sieg feierte die SVH am 31. März 2008. Das 30:26 bedeutete damals gelichzeitig den Aufstieg in die dritte Liga. „Die Rivalität stammt noch aus den Neunziger Jahren“, weiß Duketis. Zwischen 1993 und 1999 mischten beide Teams an der Tabellenspitze mit. In zwölf Duellen gab es vier Erfolge für die SVH und fünf für den damaligen Tuspo Niedervellmar. „Das wird defintiv kein Freundschaftsspiel“, ist sich auch TSV-Trainer Andreas Paul sicher.

Die besonderen Momente

Für beide Trainer ist das Derby ein besonderes Spiel, denn beide waren schon für die jeweils andere Seite aktiv. Andreas Paul spielte bis zur Winterpause 2007 im Tor der SVH, bevor er nach Vellmar wechselte und bei der letzten Derbyniederlage das Vellmarer Gehäuse hütete. Iljo Duketis kam nach fünf Jahren in Vellmar im Winter zur SVH. „Die Emotionen kann man nicht abschalten. Das ist ein komisches Gefühl.

Die Zuschauer

Die Nachbarschaftsduelle sind immer etwas Besonderes und daher wird auch die Sporthalle in Harleshausen gut gefüllt sein. Allerdings nicht nur mit Harleshäuser Anhängern. Vom Bürgerhaus-West startet am Samstag aum 14.30 Uhr der Fanmarsch der Vellmarer Anhänger in Richtung Harleshausen. „Der Fan-Marsch ist schon eine Tradition bei uns und es freuen sich sehr viele Leute auf das Spiel“, sagt Andreas Paul.

Das Personal

Ausgrechnet im Prestigeduell fehlen der SVH mit Daniel Botte, Igor Schuldes, Christian Damm und Milan Cermak vier Leistungsträger. Besser sieht es auf Vellmarer Seite aus, wo nur Lennart Kusan ausfällt. Dafür bestreitet aber Fabian Struif sein erstes Spiel für den TSV. Und auch wenn die Partie intensiv wird, soll sie dennoch sportlich fair bleiben. „Wir kennen uns alle untereinander. Und nach dem Spiel wollen wir uns auch in die Gesichter gucken können“, erklärt Iljo Duketis. (msf)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.