"Problem der Region"

Kommentar über die dünne Luft in der Handball-Oberliga

Die Entlassung von Vellmars Trainer Gunnar Kliesch zeigt: Der Handball in der Region hat ein Struktur-Problem. Ein Kommentar zum Thema von HNA-Sportredakteur Gerald Schaumburg.

Die Luft wird dünn in der Handball-Oberliga für die Nordhessen. Als dritter Aufsteiger aus unserer Region hintereinander nach TV Hersfeld und HSG Baunatal wird die SVH Kassel den Klassenerhalt nicht schaffen und prompt wieder absteigen. Und mit dem TSV Vellmar ist nun auch ein Etablierter auf dem Schleudersitz.

Natürlich ist dem mit intensiver Nachwuchsarbeit, regem Zuschauerinteresse und potenten Sponsoren gut aufgestellten TSV zu wünschen, dass der Trainerwechsel nun fruchtet und der Abstieg vermieden werden kann. Sollte dies aber nicht gelingen, dann wäre das auch für den heimischen Handball bitter.

Unabhängig von der aktuellen Entwicklung in Vellmar nämlich muss dringend in Nordhessen bemerkt werden, dass es strukturelle Probleme gibt. Denn während die Oberliga in den vergangenen Jahren auch aufgrund der Absteiger aus zweiter und dritter Liga immer stärker wurde, sank das Niveau in der heimischen Landesliga – statt mitzusteigen. Der Sprung nach oben wurde immer größer. Zu groß.

Ein Grund dafür ist die zunehmende Überalterung der heimischen Landesliga-Mannschaften. Also muss in Nordhessen rasch nachgehakt werden, welche Klubs überhaupt noch gute Jugendarbeit leisten und so für oberliga-fähigen Nachwuchs sorgen. Wer jetzt nur nach Vellmar blickt, dem fehlt es an Weitsicht für die Zukunft.

Lesen Sie auch:

- TSV Vellmar trennt sich von Trainer Gunnar Kliesch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.