Oberliga: MT II überrascht ihren Trainer mit souveränen 35:25-Erfolg gegen Münster

Konsequent durchgezogen

Unwiderstehlich: Der Melsunger Cornelius Feuring (l.) versetzt den Münsteraner Julian Schuster und erzielt einen seiner vier Treffer zum 35:25-Erfolg. Foto: Hahn

Melsungen. Selbst der Trainer war überrascht. Und hoch erfreut. Über einen glatten 35:25 (16:12)-Erfolg, den seine Jungs da gegen die TSG Münster heraus geworfen hatten. „Nein, so klar hätte ich das nicht erwartet“, bekannte Georgi Sviridenko, der Coach des Oberliga-Aufsteigers MT Melsungen II, „doch wir haben das ganz konsequent durchgezogen.“

Das galt insbesondere für die Umsetzung seiner Justierungen in einer Auszeit nach 15 Minuten. Da führte der Gast nämlich noch mit 7:5, genoss besonders TSG-Rückraumspieler Jonas Ulshöfer Narrenfreiheit, wurde der gegnerische Torhüter Marc Kunz mit halbherzigen Abschlüssen warm geworfen. Also engte nun „Indianer“ Bärthel Ulshöfers Kreise ein, nahm im Angriff der dynamische Eugen Gisbrecht die Sache in die Hand. Indem er gegen die offensive Münsteraner Deckung immer wieder zum Kreis auflöste, so Raum für seine Nebenleute schaffte oder selbst mehr Zug Richtung Tor entwickelte.

Das war der Schlüssel zum Erfolg, damit auch der kurzfristige Ausfall der Linkshänder Linkshänder Jannis Kothe und Mark Petersen kompensiert. „Eugen hat unser Spiel klasse gesteuert“, lobte Torjäger Mario Schanze seinen Spielmacher. Beide trugen insgesamt sechs Treffer zur Wende zum 15:10 (27.) bei. Die ging auch auf das Konto eines sich steigernden Torwart Maurice Paske, der seinen Kasten phasenweise zunagelte. Damit war der Plan, an den Georgi Sviridenko seine Schützlinge mal kurz erinnern musste, gegen die höchst unorthodox verteidigenden Gäste schon fast aufgegangen.

Der Torhunger des Neulings jedoch keineswegs gestillt. „Wir hatten auf jede Variante des Gegners eine Antwort“, hob der MT-Trainer das intelligente Angriffsspiel seiner Mannschaft hervor, die nach dem Wechsel Druck und Tempo hoch hielt. Im Kollektiv, da nun jeder, wie Regisseur Gisbrecht betonte, „Verantwortung übernahm.“ Auch die Youngster Cornelius Feuring (von Rechtsaußen) und Rückraumspieler Merlin Kothe, die kaum mehr zu stoppen waren.

Bestes Beispiel: Als die TSG beim 24:17 (42.) endgültig einzubrechen drohte, ordnete ihr Trainer Thomas Zeitz eine 3:3-Deckung an. Mit dem Effekt, dass die Bundesliga-Reserve innerhalb von zwei Minuten auf 27:18 erhöhte. Das war natürlich die (frühe) Vorentscheidung.

Aber noch lange nicht das Ende der MT-Herrlichkeit. Vorne wie hinten. „Wir können auch verteidigen“, ließ Alexander Bärthel mit einem verschmitzten Lächeln verlauten. Das war den Münsteraner Aufbauspielern ob seiner lästigen Störmanöver längst vergangen. • MT Melsungen II: Maurice Paske (20 Gegentore/18 Paraden), Meyfarth (ab 52., 5/5); Weiß, Hruby 7, Marius Paske, Bärthel 2, Kothe 4, Schanze 7, Feuring 4, Golla 1, Gisbrecht 10/5, Ploch. Münster: Kunz (16/8), Steen (ab 31., 19/8); Dobhan, Stock 1/1, Schwarz 9, Frank 1, Ulshöfer 6, Kunz 2/1, Ikenmeyer 4, Jacobi 1, Katzer, Schuster 1, Sieber, Frieman. SR: Parlak/Schmidt. - Z.: 250. Siebenmeter: 8/5:4/3. Strafzeiten: 12:8-Minuten.

Von Ralf Ohm

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