Oberliga: MT-Spielmacher Gisbrecht wird beim 29:28 gegen Dotzheim zum Torjäger

Kothe lässt MT jubeln

Da war der Jubel groß: Eugen Gisbrecht (von links), Merlin Kothe, Magnus Rulff, Dimitri Ignatow, Florian Weiß, Cornelius Feuring und Matthias Kienast feiern den Sieg gegen Aufsteiger Dotzheim. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Als Dotzheims Moritz Schubert zum 27:25 (56.) traf, schien die erste Heimniederlage der Oberliga-Handballer der MT Melsungen II besiegelt. Doch wie schon gegen Pohlheim steckten die Bartenwetzer nicht auf und glichen durch Petr Hruby, Dimitri Ignatow und Alexander Bärthel zum 28:28 (59.) aus. Ehe Merlin Kothe diesen fulminanten Endspurt mit einer Einzelaktion krönte und den 29:28 (14:15)-Siegtreffer erzielte.

„Das ist unsere große Stärke. Wir lassen den Kopf nicht mehr hängen und kämpfen weiter“, freute sich Eugen Gisbrecht. Der MT-Spielmacher war einer der Garanten des zweiten Melsunger Saisonsieges. Weil er gerade auch in schwierigen Situationen Verantwortung übernahm und die Mannschaft führte. Wie direkt nach dem Wiederanpfiff, als der Rückraumspieler einen 14:15-Rückstand (30.) mit vier Toren in Folge in eine 18:17-Führung (37.) verwandelte.

Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. „Wir haben das heute mehr individuell als taktisch gelöst“, befand der Zehn-Tore-Mann. Vor allem der MT-Rückraum um Kothe und Linkshänder Cornelius Feuring wusste dabei zu gefallen. Es dauerte bis zur 37. Minute, ehe MT-Routinier Petr Hruby am Kreis erstmals den Ball bekam.

In der hektischen Schlussphase sollte die Erfahrung des ehemaligen Bundesliga-Spielers aber entscheidend sein. Von der ungewohnten halbrechten Position narrte der Tscheche Dotzheims Torjäger Marc Teuner im Eins-gegen-Eins – und leitete mit seinem Treffer zum 26:27 (57.) jene Aufholjagd ein, die Merlin Kothe schließlich krönte.

Darauf hätte MT-Coach Georgi Sviridenko am liebsten verzichtet. „Bei uns haben sich gute und schlechte Phasen abgewechselt“, bemängelte der Weißrusse. Die beste Leistung zeigten die Bartenwetzer dabei in den ersten zwanzig Minuten, als sie Dotzheims Offensive mit einer bärenstarken 5:1-Abwehr stoppten. „Wir wollten die Harmonie im Dotzheimer Angriff zerstören, und das ist uns gelungen“, freute sich Sviridenko. Die sich bietenden Räumen nutzten Gisbrecht, Kothe und Feuring immer wieder zu Torerfolgen. Beim 11:7 (20.) hatten sich die Fuldataler eine komfortable Führung erarbeitet, die sie in nur zehn Minuten jedoch wieder verspielten. Um sich in einer turbulenten Schlussphase für ihre Leistung schließlich doch noch zu belohnen. • MT II: Paske (1.-30., 8 Paraden/15 Gegentore), Meyfarth (30.-60., 11/13)– Rulff, Kienast, Hruby 4, Bärthel 1, Kothe 5, Ignatow 3/2, Feuring 6, Weiß, Gisbrecht 10/3, Backs, Petersen, Grolla. Dotzheim: Jost (1.-16., 24.-60., 14/22), Windheim (16.-24., und bei drei Siebenmetern, 1/7) – Otto, Bonnkirch 5, Assmann 1, Schöberl 8, Schubert 2, Schreiber, Wenzel 1, Denard, Battermann, Teuner 6, During 1, Ben-Hazaz 4. Siebenmeter: 5/6 - 0/0. Zeitstrafen: 4:8 Minuten. SR: Parlak/Schmidt (Hanau/Rodgau) - Zuschauer: 350.

Von Marcel Glaser

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