Oberliga: MT-Reserve feiert fünften Sieg im sechsten Heimspiel

Kothe nicht zu halten

Torgefährlich: Melsungens Jannis Kothe (l.), dem sich in dieser Szene Kenneth Fuhrig (Wiesbaden) entgegenstemmt. Der Linkshänder traf zehn Mal für den Aufsteiger. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Die MT Melsungen II bleibt in der Handball-Oberliga zu Hause eine Macht. Beim 29:25 (14:12) gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden feierte der Neuling im sechsten Heimspiel den fünften Sieg, wobei Jannis Kothe mit zehn Treffern überragte.

Wenn ein Trainer schon nach neun Minuten zum Mittel der Auszeit greift, hat seine Mannschaft offensichtlich noch nicht ins Spiel gefunden. Das widerfuhr der MT-Reserve trotz eines 3:1-Vorsprungs (7.), der sie wohl in trügerischer Sicherheit wähnte.

Denn die Wiesbadener reagierten mit einem 5:0-Lauf, wobei sie ihre Überzahl mit drei Tempogegenstoßtreffern vorzüglich nutzten. Und den Melsunger Angriff mit ihrer offensiven 4:2-Deckung sichtlich nervten. So fiel Mario Schanze als Rückraumschütze erstmal aus, ohne dass Regisseur Gisbrecht für ihn in die Bresche springen konnte. Und dann war noch Torwart Kunkel, der gleich in der Anfangsphase zwei Siebenmeter hielt.

Doch so nach und nach nutzte sich das kräfteraubende Defensivspiel der quirligen Gäste ab. Besonders gegen die dynamischen Antritte von Jannis Kothe fanden sie kein Mittel. So brachte der Linkshänder seine Mannschaft wieder heran. Und in Führung mit seinem sechsten Tor zum 11:10 nach 22 Minuten. Das roch nach der Wende, zumal die Bartenwetzer mit Cornelius Feuring mittlerweile auch einen sicheren Strafwurfschützen gefunden hatten. Und die Gastgeberdeckung Wiesbadens Rückraum gut im Griff hatte.

Außerdem: Jannis Kothe traf verlässlich weiter. Zweimal hintereinander zum 16:12 nach der Pause (36.), so dass Schanzes ungewöhnliche Zurückhaltung gar nicht mehr ins Gewicht fiel. Ganz im Gegenteil. Der Routinier konnte gelassen zusehen, wie der Youngster mit seinem zehnten Treffer auf 18:13 erhöhte (38.). Spätestens beim 20:14 durch Petr Hruby (41.) war die Vorentscheidung gefallen, der Widerstand der Wiesbadener gebrochen.

Die hatten insbesondere im Positionsangriff dem Gegner – respektive Torwart Maurice Paske - nichts mehr entgegen zu setzen. Doch die MT machte es gnädig, warf den eingewechselten Daniel Lauer warm und verfiel in einigen Situationen wieder in den Trott der Anfangsphase. Das rächte sich dergestalt, das aus dem möglichen Kanter- „nur“ ein Arbeitssieg wurde, der Georgi Sviridenko natürlich nicht zufrieden stellte.

„Diese Hänger mussten nicht sein“, kritisierte der Melsunger Coach seine Mannen, hatte aber für einen ein Sonderlob para: „Jannis Kothe hat seine Räume sehr gut genutzt.“ • Melsungen: Paske (ab 15., 16 Gegentore/13 Paraden, Meyfarth (9/5); Kienast, Weiß, Hruby 7, Bärthel 1, M. Kothe, Schanze 3/1, Feuring 5/3, Golla, Gisbrecht 1, J. Kothe 10, Petersen 1/1. Wiesbaden: Kunkel, Lauer; Burghard 3, Corazolla 1, Fuhrig, Schuhmacher 1, Kretschmann 5/1, Grallert 6/4, Engel 6, Henkelmann 3, Schmelzer. SR: Asboe/Bechthold. Z: 102. Siebenmeter: 8/5:7/5. Zeitstrafen: 10:10-Minuten. Disqu.: Kretschmann (48.)

Von Ralf Ohm

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