Oberliga: Gensungen/Felsberg beim Tabellenzweiten Kleenheim vor schwerer Aufgabe

Krönung der ESG-Aufholjagd?

Gefahrenherd für die ESG: Kleenheims Tempogegenstoßspezialist Florian Eisenhardt. Foto: Hahn

Gensungen/Kleenheim. Noch reagiert der Konjunktiv. „Das wär‘ der Hammer“, sagt Arnd Kauffeld, Trainer der ESG Gensungen/Felsberg. Für seinen Rechtsaußen Jan Hendrik Walther würde ein weiterer Coup „unsere Aufholjagd krönen.“ Beide träumen vom sechsten Sieg in Folge des heimischen Handball-Oberligisten. Ein ehrgeiziges und höchst schwieriges Unterfangen, sind die Edertaler doch am Samstag (20 Uhr Weidig-Halle Oberkleen) beim Tabellenzweiten HSG Kleenheim zu Gast.

Das Edertaler Plus: Sie sind gut drauf und haben kräftig Selbstvertrauen getankt. Die aufkommende Euphorie will der ESG-Coach keineswegs bremsen. Aber: „Darunter darf die Intensität im Training nicht leiden.“ Also hat er die Seinen nach einem trainingsfreien Montag, an dem die Nachwirkungen der Weihnachtsfeier kuriert werden konnten, intensiv auf einen „spielstarken und hervorragend eingespielten Gegner“ eingestellt. Einer, der über eine bärenstarke 6:0-Deckung mit einem exzellenten Torwart Jens Elsner (Kauffeld: Einer der besten der Oberliga) verfügt und ganz schnell umschalten kann. „Kleenheim versucht jeden Ballgewinn in einen Tempogegenstoß umzumünzen“, warnt Arnd Kauffeld seine Schützlinge. Dabei gilt es u.a. die Achse von Jens Elsner, der mit seinen langen, zentimetergenauen Pässen besticht, mit David Straßheim bzw. Florian Eisenhardt, zwei pfeilschnelle Flügelspieler, auszuschalten.

Allerdings: Ausgerechnet die Defensive, das schon traditionelle Herzstück der Mittelhessen, verriet in den letzten Spielen die ein oder andere Unsicherheit. Insbesondere beim 30:35 gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, der ersten und bisher einzigen Heimniederlage der HSG. „Die Deckung muss sich steigern“, weiß Trainer Johannes Wohlrab, der mit einem „ziemlich umkämpften Spiel“ rechnet.

Das ist einerseits dem Respekt vor der Gästen („Vor der Saison für mich einer der Aufstiegskandidaten“) geschuldet, andererseits aber auch in der Überzeugung in die eigene Stärke. Denn mit nur fünf Minuspunkten liegen die Kleenheimer trotz zuletzt offenbarter Wankelmütigkeit „voll im Soll“.

Und kann beim Jahresabschluss auf seine Bestbesetzung zurückgreifen, weil Dennis Hopp und Manuel Eckhard wieder fit sind. Gensungen muss dagegen weiter auf Sebastian Wrzosek verzichten, während Max Pregler nur bedingt einsetzbar ist. Auch das spricht dafür, dass Kleenheim trotz des Gensunger Höhenflugs eine ganz hohe Hürde ist. Oder wie der ESG-Coach sagt: „Chancenlos sind wir nicht, doch für etwas Zählbares müssen wir nochmal alles abrufen.“(ohm)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.