Oberliga: Kauffeld-Team beim 36:31-Sieg ungefährdet – Vince Schmidt stark

ESG lässt nichts anbrennen

Treffsicher: ESG-Rückraumspieler Vince Schmidt. Foto: Hahn

Hünfeld. Es gibt Spiele, da ist ein Sieg einfach Pflicht. Etwa wenn eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel beim abgeschlagenen Schlusslicht antritt. Trotzdem war für die ESG Gensungen/Felsberg laut Arnd Kauffeld das Gastspiel beim Hünfelder SV eine „Gratwanderung“. Schließlich hatte der heimische Handball-Oberligist seit vier Spielen nicht mehr gewonnen, war durch den Ausfall von vier Leistungsträgern (Gerhold, Feuring, Pollmer und Schneider) geschwächt.

Umso größer die Erleichterung nach dem letztlich ungefährdeten 36:31 (18:12)-Erfolg beim Aufsteiger. „Die Jungs haben die Aufgabe gut angenommen“, lobte der ESG-Coach seine Schützlinge.

Die hatten frühzeitig für klare Verhältnisse gesorgt. Nach des Trainers eindringlicher Warnung nämlich, „das Spiel breit zu machen“, was vom Edertaler Rückraum prompt umgesetzt wurde. Benedikt Hütt, Christoph Koch und Jan-Hendrik Walther erhöhten von 4:5 (11.) auf 4:8 (14.). Und das sogar in Unterzahl und trotz eines von Jan Hendrik Otto verworfenen Siebenmeters.

Fortan hatten die Gäste den Schlüssel im Angriff gefunden, suchten die Lücken und die Zweikämpfe – und setzten sich zielstrebig durch. Besonders Vince Schmidt, der als Rechtshänder im rechten Rückraum eine starke Leistung bot. Assistiert vom umsichtigen Spielmacher Hütt, der trotz Kniebeschwerden auflaufen konnte. Richtig treffsicher war auch Dave Alscher bei seinen Kurzeinsätzen in der Offensive.

So konnten die Gensunger bereits zur Pause über 6:12 (20.) und 10:14 (24.) vorentscheidend auf 18:12 davon ziehen. Ein Vorsprung, der bis zur 54. Minute sogar noch auf neun Tore ausgebaut wurde, als Linksaußen Hannes Bauer den Treffer zum 33:24 erzielte. In der Schlussphase gelang den tapferen Gastgebern immerhin noch eine leichte Ergebniskosmetik, ohne dass am klaren ESG-Sieg zu rütteln war.

Mit seiner Defensive war Arnd Kauffeld dagegen nicht zufrieden: „Da fehlte die letzte Konsequenz.“ Was vornehmlich Hünfelds Halblinker Lennert Sitzmann zu nutzen wusste, der 14 Feldtore erzielte. Der torgefährliche HSV-Mittelmann Felix Kircher (5) blieb dagegen diesmal eher blass.

Dem ersten ESG-Sieg im neuen Jahr soll nun im kommenden Derby gegen Vellmar (Sa. 19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen) der zweite folgen. Wohl in gleicher Besetzung, denn die vier Langzeitverletzten fallen bis zum Saisonende aus. (ohm) • Gens./Felsberg: Lauterbach, Mügge; Bauer 3, Rossel 4, Alscher 5, Hütt 6, Schmidt 8/2, Otto 2/2, Rohde, Koch 5, Walther 3. SR: Foucar/Walter. Z: 350. Siebenmeter: 2/1:5/4. Strafzeiten: 8:10-Minuten.

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