Oberliga: Gensungen/Felsberg gegen Überraschungs-Spitzenreiter in der Pflicht

„Langer Atem ist angesagt“

Gefahrenherd für Gensungen: Bruchköbels Spielmacher Tega Ramos-Nuez (r.), hier im Zweikampf mit Tim Schneider (ESG). Foto: Hahn

Gensungen. Arnd Kauffeld sieht eine große Chance. Die Möglichkeit, mit seiner ESG Gensungen/Felsberg gegen zwei besser platzierte Mannschaften zu punkten. Denn der Tabellenachte (8:6 Zähler) muss in der ausgeglichenen Handball-Oberliga erst gegen Spitzenreiter SG Bruchköbel (11:3) am Samstag (19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen) antreten, ehe es eine Woche später zur HSG Kleenheim (9:5) geht.

„Jetzt ist langer Atem angesagt. Wir müssen uns Schritt für Schritt ein gutes Gefühl zurückarbeiten“, macht der ESG-Coach deutlich. Einfach zur Tagesordnung übergehen war nach der abermals dürftigen Auswärtsleistung beim 28:32 in Pohlheim nicht möglich. Zu verärgert war Kauffeld darüber, dass sein Team in den direkten Zweikämpfen zu passiv agierte. Im Mittelblock müssen also Christoph Koch und Jens Wiegräfe, entlastet von Nachwuchsmann Franco Rossel, wieder beherzt zupacken. So wie bei den drei Heimsiegen zuvor. Max Pregler ist keine Option, weil er verletzt noch zwei Wochen passen muss. Ansonsten hat die ESG alle Mann an Bord.

Ebenso gut sieht es personell bei den Gästen aus. Einzig der Langzeitverletzte Lukas Hartmann (Kreuzbandriss) muss sich gedulden. „Wir haben im Sommer viel im athletischen Bereich gearbeitet. Das zahlt sich jetzt aus“, sagt Oliver Hubbert, der das Team seit 2014 zusammen mit Marc Stallmann coacht. Die beiden Ex-Zweitligaspieler können auf eine ganz starke Achse bauen.

Keine Träumereien

Seit einem Jahr ist der frühere tunesische Nationalspieler Iteb Bouali die Nummer eins im Tor der Südhessen. Spielmacher Tega Ramos-Nuez, der Mittelblock mit den beiden Kreisläufern Ante Vuko und Jannik Hofmann bilden das Herzstück der SG-Abwehr. „Wir versuchen viel zu rotieren und die Last zu verteilen. Dennoch ist die Tabellenspitze nur eine schöne Momentaufnahme. Das Spiel gegen Gensungen wird ein Brett“, findet Hubbert.

Denn selbst nach fünf Siegen in Serie gibt’s bei der SG, die in den vergangenen Jahren immer im Mittelfeld landete, keine Träumereien. Mit elf Feldspielern ist der Kader relativ klein. Auch, weil mit Marcel Suttner und Jan Böttcher zwei Rückraumspieler zwei Wochen vor dem Saisonstart aus beruflichen Gründen dem Team den Rücken gekehrt hatten. Das wertet den Lauf der SG nur noch auf. (sbs)

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