Oberliga: Gensungen/Felsberg beim 31:25 ganz souverän

Lauterbach verhext HSG

Der Triumphator: Marc Lauterbach war in Topform. Foto: Hahn/nh

Gensungen. Das war eine Energieleistung! Obwohl Handball-Oberligist ESG Gensungen/Felsberg im Spiel gegen die HSG Kleenheim nur noch drei Rückraumspieler im Angriff zur Verfügung standen, reichte es zu einem souveränen 31:25 (12:11)-Erfolg vor 450 Zuschauern.

Allerdings stand die Achse Max Pregler/Benny Hütt/Tim Schneider noch im Schatten von Marc Lauterbach. Der Rückhalt zeigte eine exzellente Leistung, wehrte jeden zweiten Wurf ab. In den ersten acht Minuten gelangen dem früheren Bundesliga-Torhüter sogar acht Paraden. Das war großartig! „Wir haben unter der Woche im Training viel bei den flachen Würfen gearbeitet. Das hat sich ausgezahlt“, sagte der Gensunger.

Sein Team nutzte die Stabilität im Abwehrbereich, um über 4:2 auf 7:4 davonzuziehen. Im Angriff fehlte zwar der an der Hand verletzte Spielmacher Marvin Gabriel, dafür konservierte Tim Schneider seine Form der vergangenen Partien. Vor allem in der ersten Hälfte sorgte der Linkshänder mit einigen Einzelaktionen für leichte Tore.

Ansonsten rannte sich auch die ESG oft an der massiven 6:0-Abwehr der Kleenheimer fest. Fürwahr, ein Spiel für Handball-Ästheten war das nicht. Da sich aber der Gastgeber kaum technische Fehler leistete, kam die große Stärke der Mittelhessen, der Gegenstoß, überhaupt nicht zur Geltung. Ganz im Gegensatz zur ESG, bei der Linksaußen Hannes Bauer von Lauterbach oft gesucht und gefunden wurde.

In der zweiten Hälfte ließ bei den Gästen vermehrt die Kraft nach, denn ebenso wie die ESG hatte auch der Tabellenfünfte kaum Alternativen im Rückraum. Trainer Johannes Wohlrab versuchte viel, brachte zeitweise den siebten Feldspieler. Als dann Lauterbach die Gelegenheit nutzte, selbst ein Tor zu erzielen, verwandelte sich die Halle in ein Tollhaus. Der Rest war ein Schaulaufen der Kauffeld-Sieben, die einen dann nie gefährdeten Erfolg nach Hause brachte. „Es war ein verdienter Sieg. Bei uns war heute einfach nicht mehr drin“, sagte Wohlrab, während sein Gegenüber Arnd Kauffeld vor allem seine Abwehr um Organisator Jens Wiegräfe lobte.

Interessant: Torhüter Lauterbach kommt mittlerweile schon auf vier Saisontore. „Auf zehn Buden will ich noch kommen“, meinte der Homberger schmunzelnd. • ESG: Lauterbach (24 Paraden/24 Gegentore, 1 Tor), Röse (0/1) - Pollmer, Wiegräfe, Bauer 9/4, Gabriel, Balke, Hütt, Schanze, Pregler 7, Schneider 5, Koch 5, Walther 4. Kleenheim: Eckhard (9/25), Schäfer (0/6) - Spengler 3/3, Keil 4, Straßheim 4, Reitz 1, Heimbach 3, Köhler, Friedrich 3/1, Eisenhardt 3, Hofmann 3, Wiener 1. SR: Fecher/Stockfleth - Z: 450 Zeitstrafen: 10:4-Minuten. Siebenmeter: 2/3:4/5.

Von Daniel Schneider

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