Oberliga: Griesheim ohne Haupttorschützen chancenlos – Lauterbach mit fairer Geste

Leichtes Spiel für die ESG

Nutzte seine Chance: Gensungen/Felsbergs Tim Schneider gelangen gegen Griesheim drei Treffer. Hier kommt Gerrit Kupzog (links) zu spät. Foto: Hahn

Gensungen. Das war ein überzeugender Auftritt der Oberliga-Handballer von der ESG Gensungen/Felsberg. Mit 38:26 (17:10) kanzelten sie vor 350 Zuschauern den TuS Griesheim ab.

Der sich allerdings kurz zuvor von vier Spielern getrennt hatte - darunter mit Tim und Sven Rinschen die beiden besten Torschützen. „Sie waren bisher unsere Entscheidungsträger, das hat man natürlich gemerkt. Nach der Trennung kam dieses Spiel für uns viel zu früh“, relativierte TuS-Trainer Oliver Lücke das Ergebnis, ohne die Dominanz der Edertaler damit abzuschwächen. Die hatten nur in der Anfangsviertelstunde Probleme ins Spiel zu finden. Nach einer schnellen 4:1-Führung der ESG hätten die Gäste beim Stand von 5:5 sogar in Führung gehen können. Doch der starke Stephan Wicke im Tor parierte glänzend gegen Lars Friedrich und bereitete so den Weg für Sven Vogels Doppelschlag zum 7:5 (15.) - die Initialzündung zu einer famosen Angriffsleistung.

In der Spielmacher Marvin Gabriel (Handverletzung) als Motor nicht einmal vermisst wurde, weil Benedikt Hütt sehr effektiv dessen Part sowohl als Ballverteiler und Kopf als auch Vollstrecker übernahm. „Er hat die Räume gut verlagert und Platz geschaffen“, lobte Trainer Arnd Kauffeld. So war die Partie schon zur Pause eine klare Angelegenheit. Die Gäste hielten auch nach dem Seitenwechsel wacker dagegen, wenngleich die Kräfte des dezimierten Kaders sichtbar nachließen und Lücke Schwächen im Rückzugsverhalten ausmachte.

Für die eingewechselten Außen Jan-Hendrik Walther und Jan Pollmer dankbar angenommene Einladungen zum Gegenstoßspiel. Und auch Hütts Nebenleute im Rückraum wussten zu überzeugen: Linkshänder Tim Schneider vor allem mit Auge für Kreisläufer Christoph Koch, der zuverlässig traf, Franco Rossel mit kraftvollen Würfen aus der zweiten Reihe. Nach 50 Minuten betrug der Abstand nach Max Preglers 32:22 erstmals zehn Tore.

Die letzten zehn Minuten gehörten dem eingewechselten Torhüter Marc Lauterbach. Nicht nur durch seine starke Quote, sondern auch, weil er durch faires Klären einer strittigen Situation Griesheims Außen Lars Friedrich vor einer bereits ausgesprochenen, aber wieder zurückgenommenen Zeitstrafe bewahrte. Die würdige Krönung einer feinen Mannschaftsleistung an diesem Abend. • ESG: Wicke (13 Paraden / 22 Gegentore), Lauterbach (6/4) - Bauer 1, Rossel 6, Balke 2, Hütt 4, Vogel 6, Pregler 6/3, Schneider 3, Koch 5, Walther 2, Pollmer 3. TuS: Bär (7/10), Bolling (10/28) -Steinmetz 3, Kupzog 3, von Stein 9/1, Ochs 2, Hawelky, Drews 2, Wesp 5, Friedrich 1, Werkmann, Ahrensmeier 1. SR: Kimpel/Weiner - Z: 350 Zeitstrafen: 10:0 Minuten Siebenmeter: 4/3:2/1.

Von Michael Koch

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