Oberliga: Bruchköbel nimmt Achse Hruby-Schanze völlig raus – Melsunger Talente verpassen Wende knapp

Mieser Start nicht zu korrigieren

Flugeinlage: Melsungens Johannes Golla (am Ball), der hier einmal dem starken Mittelblock mit Michael Nath (Nummer 5) und Jannik Hoffmann entwischen konnte. Foto: Hahn

Melsungen. Jetzt hat es auch die Handballer der MT Melsungen II erwischt: Im siebten Heimspiel nach dem Aufstieg in die Oberliga setzte es für das Team von Trainer Georgi Sviridenko die erste Niederlage in der Stadtsporthalle. Und die fiel mit 24:29 (13:17) gegen die SG Bruchköbel deutlich aus.

„Wir haben das Spiel in den ersten 20 Minuten verloren“, wusste SG-Coach Georgi Sviridenko. Denn über 2:6 (10.), 3:10 (16.) und 5:14 (20.) lag sein Team schnell hoffnungslos zurück. Konsequenz: Der Olympiasieger von 1988 nahm zwei frühe Auszeiten. Brachte erst die jungen Merlin Kothe, Johannes Golla und Florian Weiß für Mario Schanze, Petr Hruby und Eugen Gisbrecht und später auch Cornelius Feuring in die Partie.

Mit zunehmenden Erfolg. Denn die frischen Kräfte sorgten für den erhofften Schwung, führten ihr Team über 9:15 (25.) auf 13:17 zur Pause heran. Vor allem Merlin Kothe und Feuring nahmen sich viele Würfe aus dem Rückraum, nachdem sich ihre erfahreneren Kollegen zuvor am wohl besten Mittelblock der Liga mit Jannik Hoffmann und Michael Nath die Zähne ausgebissen hatten. Allein: Im zweiten Durchgang kam die Bundesliga-Reserve nie näher als auf zwei Treffer heran.

Das lag daran, dass der eingewechselte SG-Schlussmann Iteb Bouali ganz stark hielt (mehr Paraden als Gegentore), Spielmacher Tegeday Nuez Ramos alle seine acht Siebenmeter verwandelte und die Gäste prompt nachlegten, wenn es hätte eng werden können. Etwa durch den flinken Rechtsaußen Aydin Günes und den eingewechselten 21-jährigen Nico Bätz. „Wir haben immer wieder Nadelstiche gesetzt und hatten das notwendige Quäntchen Glück, für das wir aber auch hart arbeiten“, erklärte Bruchköbel-Trainer Oliver Hubbert.

Glück hingegen ging den Gastgebern ab. Achtmal trafen sie Pfosten oder Latte. Sinnbildlich die letzte Aktion des Spiels: Feuring scheiterte am Pfosten, Alexander Bärthel nahm sich gedankenschnell den Abpraller - und traf ebenfalls nur den Pfosten. „Am Ende fehlte uns die Erfahrung, um es nochmal richtig spannend zu machen. Das nötige Tempo hatten wir erst ab der 20. Minute“, sagte Sviridenko, während sein Gegenüber Hubbert lobte: „Melsungen hat eine tolle Jugend, der gehört die Zukunft.“ • MT II: Paske (28 GT/12 P.), Dick (bei einem 7m; 1/0) - Kienast, Weiß 1/1, Hruby 1, Bärthel 1, M. Kothe 7, Schanze, Feuring 5, Golla 4, Gisbrecht, J. Kothe 1, Petersen 4/2. SG: Reich (bis 30./13/5), Bouali (12/11) - Hoffmann 4, Wolff 1, Nath 1, Nuez Ramos 10/8, Vuko 1, Cramer, Hartmann, Dietrich, F. Günes, A. Günes 7, Bätz 5, Schäfer. SR: Kimpel/Weiner. Z: 178. Siebenmeter: 5/3:8/8. Zeitstrafen: 8:4 Minuten.

Von Sebastian Schmidt

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.