Trainer Sviridenko trotz 32:30 gegen Obernburg nicht zufrieden

MT-Erfolg mit Anlauf

Sorgte nach dem Wechsel für mehr Druck auf dem Rückraum: der Melsunger Cornelius Feuring (l.), der sich hier gegen den Obernburger Lukas Neeb durchsetzt und einen seiner beiden Treffer erzielt. Foto: Kasiewicz

melsungen. Fünftes Heimspiel, vierter Sieg - die MT Melsungen II ist zu Hause eine Macht. Das bekam im Aufsteigerduell der Handball-Oberliga auch die MSG TuSpo Obernburg/TVG-Junioren beim 32:30 (16:15) zu spüren.

Als Favorit ins Spiel zu gehen, ist eine Sache. Dieser Rolle auch gerecht zu werden, eine andere. Genau damit tat sich die MT-Reserve in der ersten Halbzeit schwer. Denn: Es fehlte der Abwehr des Gastgebers der rechte Zugriff, besonders gegen MSG-Spielmacher Radic, der das Tempo geschickt variierte, selbst gefährlich war oder seine Nebenleute - vorrangig seinen Halblinken Keno Mehrpahl - immer wieder in Szene setzte. Auf der anderen Seite warfen die Melsunger Torwart Schüssler regelrecht warm, nur der agile Janis Kothe hatte den Bogen raus, den Obernburger Schlussmann zu überwinden.

Beim 6:6 (10.) intervenierte MT-Coach Sviridenko mit einer Auszeit - vergeblich, denn am Spielverlauf änderte sich nichts, die Gäste ließen sich einfach nicht abschütteln. Auch nicht, als Mario Schanze mit zwei Treffern in Folge zum 11:9 traf (17.). Letztlich war es Torwart Paske, der einen Strafwurf von Felix Hain abwehrte (29.) zu verdanken, dass seine Mannschaft mit einem hauchdünnen Vorsprung in die Pause ging.

Ein einziges Tor war Petr Hruby bis dahin gelungen, was der Alt-Internationale natürlich nicht auf sich sitzen lassen konnte: Der Kreisläufer sprengte nach dem Wechsel die Ketten des gegnerischen Innenblocks, verhalf seinem Team mit drei Treffern zu einer 20:18-Führung - und provozierte eine Zeitstrafe für Francesco Wengerter (37.), die Mario Schanze sowie Cornelius Feuring nutzten, um auf 22:18 zu erhöhen.

Wegweisend, aber noch keine Vorentscheidung, selbst wenn nun Torjäger Schanze ebenfalls auftaute. Denn bis zum 29:25 hielt der ehemalige Zweitligist mit (53.), auch weil sich mittlerweile Bruder Leichtfuß ins MT-Spiel geschlichen hatte. Doch der musste sich ebenfalls fügen, als Hruby und Schanze auf 31:25 erhöhten (55.).

Ohne dass Georgi Sviridenko deshalb vollauf zufrieden war. „Mir hat die 100-prozentige Einstellung in der Abwehr gefehlt“, kritisierte er seine Mannen, die es lange unnötig spannend gemacht hatten. • Melsungen: Mau. Paske (30 Gegentore/16 Paraden), Meyfarth (n.e.); Kienast, Golla, Hruby 5, M. Paske, Bärthel 3, M. Kothe, Schanze 14/2, Feuring 2, Gisbrecht, Lanatowitz, J. Kothe 5, Petersen 2. Obernburg: Schüssler (25/17), Tobias (7/6); Karrer 6, Krämer 3, Neeb 4, Mehrpahl 4, Radic 5/2, F. Wengerter 1, Hain 4/1, Albert, Schopper 2, Schwarzkopf 1. SR: Kaiser/Paul. - Z.: 250. Siebenmeter: 3/2:6/3. Zeitstrafen: 4:8-Minuten.

Von Ralf Ohm

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