Oberliga: Melsungen hilft in Büttelborn nur ein Sieg

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Eugen Gisbrecht

Melsungen – So langsam wird es für die MT Melsungen II eng im Abstiegskampf der Handball-Oberliga. Beim Tabellenvorletzten TV Büttelborn (Sa. 19.30 Uhr) müssen die Bartenwetzer unbedingt gewinnen, um ihre Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.

„Jedes Spiel ist jetzt ein Endspiel“, weiß Eugen Gisbrecht. Dabei kämpft die Bundesliga-Reserve auch gegen die eigene Auswärtsschwäche. Nur einen Sieg holten die Melsunger bisher in der Fremde. „Wir müssen die Leistung, die wir zuhause zeigen, endlich auch auswärts auf die Platte bringen“, fordert der Regisseur. Dass die Gastgeber, die bereits als Absteiger feststehen, keine große Gegenwehr leisten werden, glaubt er nicht: „Die werden uns alles abverlangen.“

Auch MT-Coach Georgi Sviridenko warnt davor, den Gegner zu unterschätzen. „Das wird ein schwieriges Spiel“, ist sich der Olympiasieger von 1988 sicher. Denn: „Büttelborn hat keine klare Linie und ist von allen Positionen gefährlich.“ In der Offensive verfügen die Mittelhessen über keinen Distanzschützen, das Team sucht daher häufig den großgewachsenen Kreisläufer Daniel Hackeschmidt. Neben dem Ex-Griesheimer Lars Friedrich ist vor allem auf Linksaußen Bogdan Draskovic und Spielmacher Maximilian Kehlenbach zu achten.

Dazu kommen einige Personalsorgen der Melsunger. Der Einsatz der angeschlagenen Merlin Kothe und Max Pregler ist offen ebenso wie der von Spielmacher Gisbrecht (Bluterguss im Oberschenkel).

Dabei könnte der Druck auf die Bartenwetzer nicht größer sein. Bei einer Niederlage droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz, weil der ärgste Verfolger Eintracht Wiesbaden in eigener Halle gegen Schusslicht Hüttenberg II klarer Favorit ist. Und sollte es gar vier Absteiger geben, steht der MT II am 4. Mai in eigener Halle gegen die TSG Münster womöglich ein richtiges Endspiel bevor. Denn die TSG belegt vor der Sviridenko-Sieben den zehnten Tabellenplatz - und der dürfte definitiv für den Klassenerhalt ausreichen. 

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