Oberliga

Melsungen muss gegen Babenhausen auf Pregler und Damm verzichten

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Alternative für den Rückraum: Melsungens Linkshänder Tomas Piroch.

Melsungen. "Ohne Vier" peilt Oberliga-Aufsteiger MT Melsungen II gegen die ebenfalls ersatzgeschwächte SG Babenhausen den zweiten Saisonsieg an (So. 17). 

Wenn denn der 31:28-Auftakterfolg der MT Melsungen II einen Hauch von Euphorie beim Oberliga-Rückkehrer ausgelöst hat, so ist die ganz schnell wieder verflogen. Der Grund: Er wurde teuer bezahlt. Mit Verletzungen für Maximilian Pregler (Nasenbeinbruch) und Christian Damm (Fußbruch), die sich nun zu den bereits fehlenden Eugen Gisbrecht und Christopher Barth gesellen. Eine kaum zu kompensierende Zuspitzung der Personallage, wie die folgende 23:27-Niederlage bei der MSG Groß Umstadt/Habitzheim offenbarte.

Doch es geht noch einen Tick schlimmer. Nach zwei Spieltagen muss die SG RW Babenhausen gleich auf fünf Akteure verzichten. Neben den Langzeitverletzten Moritz Kohl, Rodrigues da Silva und Marc Ratley auf Markus Kirchherr und Stefan Hollnack, die es bei der 27:29-Niederlage gegen Aufsteiger Büttelborn erwischte.

Damit kommt es am Sonntag um 17 Uhr in der Melsunger Stadtsporthalle zum Duell der Gebeutelten. Laut Gästecoach Oliver Schulz mit der Bundesliga-Reserve als „klaren Favoriten“. Denn: „Wir reisen mit unserer halben zweiten Mannschaft und unserer halben A-Jugend an.“

Auch Gäste gebeutelt

Die personellen Alternativen der Melsunger kommen ebenfalls aus dem eigenen Talentschuppen. Aus der Bundesliga-A-Jugend nämlich wie Aufbauspieler Jona Gruber oder Linkshänder Tomas Piroch. Am Kreis erhält Neuzugang Martin Reinbold Unterstützung von Lukas Dexling, vor dieser Saison in den Seniorenkader aufgerückt.

„Da müssen wir durch und punkten“, appelliert MT-Trainer Sviridenko an seine Schützlinge, „noch enger zusammen zu rücken.“ Der Handball-Lehrer selbst ist zur Improvisation gezwungen. Insbesondere auf der rechten Seite, wo ihm mit Jonas Goßmann, Vlad-Alexandru Avram und Arjan Haenen drei Rechtsaußen, aber kein gelernter Halbrechter zur Verfügung stehen.

Sein Kollege kann gar nur auf drei nominelle Rückraumspieler zurückgreifen: Simon Brandt (Allrounder), Lukas Schmitt (Mittelmann) und Robin Drews. Also muss Oliver Schulz die vor der Saison verpflichteten Nachwuchskräfte wie Rechtsaußen Luca Mai (eigene Jugend), die eigentlich noch Zeit zur Akklimatisierung brauchen, viel früher als gedacht ins kalte Wasser schmeißen. In der Hoffnung, dass sie sich umgehend freischwimmen: „Vielleicht explodiert ja mal einer.“

Unbekannte Größen, die für Georgi Sviridenko die Aufgabe nicht unbedingt einfacher machen. Also gilt es vornehmlich die eigenen Kräfte zu bündeln. Und da spielen wie beim Gast die „jungen“ eine ganz wesentliche Rolle. 

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