Eintracht wird zum Albtraum

MT Melsungen II verliert Kellerduell in Wiesbaden mit 24:33

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Hat sich am Fuß verletzt: Melsungens Merlin Kothe (hier am Ball im Hinspiel gegen Wiesbadens Luis Garbo), der mit der MT II im Kellerduell klar unterlegen war. 

Die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden ist der Albtraum für die heimischen Oberliga-Handballer: Durch das 33:24 (14:11) gegen die MT Melsungen II haben die Südhessen 8 ihrer 16 Punkte gegen die ESG Gensungen/Felsberg und eben die Bundesliga-Reserve geholt.

„Wir konnten nicht die gute Leistung aus den letzten Spielen abrufen. In der Abwehr haben wir fast jeden Zweikampf verloren, haben uns unerklärliche technische Fehler geleistet und viele Freie verworfen“, ärgerte sich MT-Trainer Georgi Sviridenko über den Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.

Ein Sinnbild war Winter-Neuzugang Marian Seibert. Dem Rückraumspieler gelang erstmals im Melsunger Dress kein Treffer, womit sein Team einer entscheidenden Waffe beraubt wurde. Ganz anders der Rückraum der Gastgeber. Spielmacher Pascal Henkelmann (6 Tore), dem Halbrechten Lorenz Engel (13/8) und Kevin Hutmacher (7/1) gelangen in Eintracht 26 Treffer – und damit allein schon mehr als den kompletten Gästen.

Melsungen sah in den Eins-gegen-Eins-Duellen, die Sviridenko zuvor als Schlüssel gesehen hatte, kein Land. Sieben Zeitstrafen kassierte die MT II und musste bei neun Siebenmetern sowie weiteren Abschlüssen nach Durchbrüchen hilflos mit ansehen, wie die Torhüter Fabian Meyfarth und Glenn-Louis Eggert kaum eine Hand an den Ball bekamen. Dennoch hielten die Bartenwetzer über 0:2 (4.), 4:2 (8.), 5:5 (15.) bis zum 9:10 (26.) im Kellerduell mit.

Um sich dann einige Fehler zu viel zu leisten. Erst vergab Maximilian Pregler einen Siebenmeter, anschließend kassierte die MT in Überzahl das 11:9 durch Engel und geriet in Unterzahl nach der Hinausstellung von Jona Gruber zur Pause mit 11:14 in Rückstand, anstatt selbst zu führen oder zumindest gut im Rennen zu bleiben.

Zu allem Überfluss verletzte sich Merlin Kothe am Fuß und droht nun auszufallen. „Wiesbaden hat sich in einen Rausch gespielt, den wir nicht stoppen konnten, weil wir stets zu spät dran waren“, sagte Sviridenko zur zweiten Hälfte. Über 19:14 (36.), 24:18 (43.) und 31:20 (55.) machte die Eintracht kurzen Prozess – und hat somit alle vier Duelle in dieser Saison gegen die Teams aus dem Schwalm-Eder-Kreis gewonnen.

MT II:Eggert, Meyfarth - Hagemann 1, Jedinak 1, N. Pliuto 1, Seibert, Gruber 3, Avram 2, Kothe 2, Pregler 9/2, Reinbold, Gisbrecht 3/3, Piroch 2.

Siebenmeter:9/9:7/5.

Zeitstrafen: 8:14-Minuten. 

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