Oberliga: Gensungen/Felsberg nach Super-Sieges-Serie gegen Ligazweiten gefordert

Pohlheim als Gradmesser

Stark aufgetrumpft: Jan Hendrik Walther gewann zuletzt mit der ESG Gensungen/Felsberg sieben Mal in Serie und erwartet nun mit seinem Team den Tabellenzweiten HSG Pohlheim. Foto: Kasiewicz

Gensungen. Jetzt geht es an die Kür: Nach sieben Siegen in Serie, die laut Trainer Arnd Kauffeld „überlebenswichtig waren“, können die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg mit einem weiteren Jahr in der Oberliga planen und ihre Ausgangssituation nachhaltig verbessern. Gleichwohl trotz eigener starker Form sowohl gegen den Tabellenzweiten HSG Pohlheim (Sa. 19.30 Uhr, Stadtsporthalle Gensungen) und eine Woche später bei Spitzenreiter TV Gelnhausen in der Rolle des Außenseiters.

„Wenn wir da auch noch punkten, wäre das wohl die stärkste Saisonleistung“, sagt Kauffeld. Revanchegelüste hegt der Coach derweil nicht, obgleich die unglückliche 26:27-Niederlage in Pohlheim der Anfang von einem Negativlauf war, der erst nach 0:12-Punkten endete. „Pohlheim ist stabiler geworden und die zweitstärkste Mannschaft der Liga“, findet Kauffeld und sieht die HSG in allen Bereichen bestens aufgestellt.

Das musste vor einer Woche Schlusslicht SVH Kassel beim blamablen 21:38 anerkennen. Denn dabei ragten nicht nur Torwart Yannik Schlegel, Spielmacher Chris Grundmann sowie die zweitligaerfahrenen Tomasz Jezewski, ein Hüne mit 2,01 Meter, und Linksaußen Andreas Lex heraus. Auch die Nachwuchstalente Jan Anhäuser, dem sein erster Oberligatreffer gelang, und Lucas Kammer (4) ließen aufhorchen. Dabei fehlten die angeschlagenen Niklas Happel und Jan Wüst, die in Gensungen wieder dabei sein dürften.

Konsequenz für Kauffeld: „Wir setzen bei uns an und müssen unser Spiel mit guten Zweikämpfen nicht nur in der Abwehr durchbringen.“ Sebastian Wrzosek ist zwar noch nicht wieder komplett fit, sollte aber den Kader der ESG verstärken. Noch keine Option ist erneut Sascha Konietzka, so dass Max Pregler in der Defensive gefordert ist. Neben der gewohnten 6:0-Deckung ist auch eine 5:1-Variante mit Hannes Bauer oder Stephan Untermann als Indianer möglich.

Ganz wichtig ist für die ESG aber der Kopf. Denn sieben Siege in Serie kann bis auf Spitzenreiter Gelnhausen, der einen 20:0-Lauf hat, zwar niemand aufweisen, dennoch relativiert Arnd Kauffeld. „In der Vorbereitung haben wir gegen drei Landesligisten gewonnen. Vellmar war im Derby auch kein Maßstab“, weiß der Trainer nach dem jüngsten 39:30, als sein Team leichtfertig im zweiten Durchgang einen noch höheren Erfolg vergab. Torwart Marc Lauterbach, Spielmacher Benedikt Hütt, Rechtsaußen Jan-Hendrik Walther und Co. müssen also eine Schippe drauflegen, damit die Kür in der „Hölle Nord“ gelingen kann. (sbs)

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