Handball-Oberliga: Kauffeld muss Gensungen/Felsberg im Hit gegen Umstadt/Habitzheim umbauen

Pollmer und Alscher fehlen ESG

Sein Fehlen schmerzt: Für Gensungens Linksaußen Jan Pollmer, hier zu sehen im Derby in Vellmar, ist die Saison wegen einer Schulterverletzung gelaufen. Foto: Schachtschneider/nh

Gensungen. Der Tabellenfünfte gegen das zwei Plätze schlechter platzierte Team: Wer nur auf die Statistik blickt, der könnte meinen, dass sich am Samstag ab 19.30 Uhr in der Gensunger Kreissporthalle zwei eher mittelmäßige Mannschaften der Handball-Oberliga gegenüberstehen. Aber Arnd Kauffeld erntet keinen Widerspruch, als er sagt: „Das ist ein Spitzenspiel.“

Der Trainer der ESG Gensungen/Felsberg spricht über die Partie seiner Mannschaft gegen die MSG Umstadt/Habitzheim. Und nicht nur Kauffeld findet, das die Gäste aus Südhessen weit besser sind als es ihr Tabellenplatz vermuten lässt. Seit dem Hinrundenspiel, in dem die ESG einen 29:26-Auswärtssieg feierte, hat sich bei der MSG viel getan. Der Trainerwechsel – für Manuel Silvestri kam Ralf Ludwig – hat sich ausgezahlt, und nun spielt die MSG so, wie es ihre Fans schon zu Saisonbeginn erwartet hatten.

Spieler leitet Training

Gestützt auf die Bolling-Brüder Thomas und Marcel im Tor setzen die Südhessen vor allem auf einen außergewöhnlich stark besetzten Rückraum, in dem Marc Teuner als Regisseur und Torjäger eine Doppelrolle spielt. Unterstützt wird Teuner hauptsächlich von dem Serben David Acic und dem Kroaten Marko Sokicic, der auch das Training leitet, weil Ludwig nur an den Spieltagen als Coach fungiert.

Gegen diesen starken Rückraum hätte Kauffeld gern Maik Gerhold und Dave Alscher aufgeboten, aber beide werden am Samstag fehlen. Während Gerhold wegen eines Handbruchs nicht mitmachen kann, ist Alscher, der nach der Saison nach Korbach zurückkehrt, aus beruflichen Gründen unabkömmlich. Zudem gibt es eine weitere schlechte Nachricht für die ESG-Fans, denn es hat sich herausgestellt, dass Jan Pollmers Schulterverletzung schwerwiegender ist als ursprünglich angenommen wurde. Für den Linksaußen ist die Saison ebenso bereits beendet, wie für Tim Schneider, der an den Folgen eines Kreuzbandrisses leidet.

Nun geht es für die ESG darum, die erfolgversprechende Balance zwischen Abwehr und Angriff zu finden. Am vergangenen Samstag, bei der 24:27-Niederlage in Wiesbaden, agierte Kauffelds Mannschaft in der ersten Halbzeit stark in der Abwehr, während im Angriff viele Wünsche offen blieben. In den zweiten 30 Minuten war es genau umgekehrt.

Sollte es der ESG gelingen, ihre Stärken 60 Minuten auszuspielen, wird Kauffeld recht behalten. Dann wird die Partie zwischen Gensungen/Felsberg und Umstadt/Habitzheim ein Spitzenspiel.

Von Gerd Brehm

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