Oberliga: Gensungen hat nach Auftaktsieg die ambitionierten Hanauer zu Gast

Potenzielles Spitzenspiel

Fiebert seiner Heimpremiere im ESG-Trikot entgegen: Rückraumspieler Marvin Gabriel (l.), der mit seiner Mannschaft gegen die HSG Hanau eine harte Nuss zu knacken hat. Foto: Hahn

Gensungen. Ein Spitzenspiel ist eine Partie zwischen zwei Mannschaften, die sich im Laufe einer Saison als Anwärter auf die Meisterschaft entpuppt haben. Somit käme der zweite Spieltag für ein solches Kräftemessen viel zu früh. Und doch weht ein Hauch von Gipfeltreffen durch die Gensunger Kreissporthalle, wenn dort am Sonntag um 18 Uhr die ESG Gensungen/Felsberg auf die HSG Hanau trifft.

Denn: Beide haben ihr Auftaktspiel gewonnen. Beide zählen neben Kleeenheim und Pohlheim zum Quartett der Titelkandidaten. Beide wollen nach eigenen Angaben „oben mitspielen“. Im Hanauer Jargon heißt das in Anlehnung an das in der letzten Saison Erreichte „Platz drei plus“. Also spricht ESG-Neuzugang Marvin Gabriel von einem „potenziellen Spitzenspiel“, während HSG-Pressesprecher Rudolf Werner von einem „richtungsweisenden Duell“ ausgeht, in das sein Team hochmotiviert geht: „Wir sind heiß auf dieses Spiel.“

Und optimistisch. Die zu Saisonbeginn geschonten Christian Appel und Kai Best kehren ins Team zurück, so dass Trainer Patrick Beer seine Bestbesetzung zur Verfügung hat. Soll heißen: Jede Position ist hochkarätig doppelt besetzt, selbst der Abgang von Top-Torjäger Björn Christoffel ändert nichts daran, „dass die Mannschaft gereift ist“ (Werner). Das Resultat einer positiven Wechselbilanz, wobei bei den Neuzugängen die Rückraumspieler Janik Ruppert (eigene Jugend) und Lars Just (von Kahl/Kleinostheim) herausragen, die die seit dem Oberliga-Aufstieg 2012 Kontinuierlich gewachsene Mannschaft mehr als „nur“ ergänzen.

Weiterhin spekuliert Werner darauf, dass die leicht umformierten die Edertaler noch nicht eingespielt sind. Der wechselhafte Auftritt bei Kahl/Kleinostheim (33:32) gibt ihm recht. Einerseits. „Wir haben 50 Minuten nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben“, gesteht Trainer Arnd Kauffeld. Soll heißen, dass die 6:0-Abwehr noch Abstimmungsprobleme offenbarte und es im eigenen Angriff an der Balance zwischen individuellen und kollektiven Spiel haperte.

Andererseits bewies die ESG eine hervorragende Moral, als sie in den letzten zehn Minuten einen Sechs-Tore-Rückstand wettmachte. „Eine solche Aufholjagd macht Mut“, sagt daher Marvin Gabriel, „das weiß man, dass gegen jeden Gegner etwas drin ist.“

Auch gegen die ambitionierten Hanauer, bei denen zum Auftakt gegen Münster (31:27) ebenfalls noch nicht alles schon nach Wunsch lief. Was nichts daran ändert, dass es die Heimpremiere der Gensunger in sich hat. Kein echtes, aber ein potenzielles Spitzenspiel eben. (ohm)

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