Ex-Melsunger legt beste Saisonleistung hin – Auch Torwart Meyfarth findet kein Mittel

Max Pregler trifft von überall

Nahm es auch mit drei Gegenspielern auf: Gensungens Max Pregler (vorne) gegen Mario Schanze (von links), Petr Hruby und Johannes Golla. Foto: Hahn

Melsungen. Führte eine Schlafstörung etwa zur Leistungsexplosion bei Derbyheld Max Pregler vom Handball-Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg? „Einen Tag vor dem Spiel war ich schon ziemlich aufgeregt. Wirklich viel geschlafen habe ich nicht“, verriet der Rückraumspieler nach dem Spiel. Kein Wunder, ging es doch am Samstagabend vor knapp 1000 Zuschauern gegen seinen Ex-Verein.

Dabei zeigte der 21-Jährige seine beste Saisonleistung. Zwölf Treffer notierten die Journalisten. Egal ob aus dem Rückraum, vom Kreis oder von der Siebenmetermarke – Pregler gelang an diesem Abend einfach alles. Dabei lief vor allem die erste Hälfte fast nur über den Rückraumrechten. Ohne Franco Rossel gab es wenig Gefahr aus dem Gensunger Angriffsspiel und Pregler war der einzige, der sich auch dank seiner körperlichen Masse gegen die unbequeme 6:0-Deckung der Melsunger zur Wehr setzte.

MT-Torhüter Fabian Meyfarth war froh über die Deckungsvariante. „Für mich persönlich ist es mit der 6:0 einfacher. Da kann ich meine Arm- und Beinlänge bei Würfen aus dem Rückraum besser einsetzen“, sagte der Ex-Gensunger, der auf insgesamt 18 Paraden kam. Nur bei den Würfen von Pregler hatte auch Meyfarth seine Probleme. „Zu variantenreich“, stellte Meyfarth später fest.

Aber der Rückraumspieler lieferte nicht nur im Angriff einen überragenden Part, sondern auch in der Abwehr blockt er ein ums andere Mal. Er ließ sich auch nicht von einer Verletzung, die er sich Ende der ersten Hälfte zuzog, stoppen.

„Ich habe da einen Schlag gegen die Wade bekommen, da ging bis zur Pause nichts“, sagte der Stammspieler. Nach dem Seitenwechsel wurde er von seinem ESG-Trainer Arnd Kauffeld („Seine Präsenz hat mich beeindruckt.“) zunächst in der Abwehr wieder ins Spiel gebracht. Es dauerte aber nicht lange, bis der Torjäger auch im Angriff wieder gebraucht wurde. Dabei spielte der Rechtshänder auf der für ihn ungeliebten halbrechten Seite – und hatte damit auch die Erklärung für seine arg schwankenden Leistungen in dieser Serie gefunden. „Dieses hin und her mit Halbrechts, Halblinks und Kreis war nicht immer einfach für mich“, gab er zu. Doch im Derby gelang dem Rückraum-Ass alles im Schlaf.

Von Daniel Schneider

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