Oberliga: Glanzloser Sieg für Gensungen/Felsberg gegen den Absteiger Obernburg

Röse macht auf sich aufmerksam

Gensunger Legenden: Roman Wojcik (von links), Arnd Kauffeld und Robert Gherhard. Foto: Schneider

Gensungen. Endlich vorbei! Das war allgemeiner Tenor nach dem 27:23 (12:11) von Handball-Oberligist ESG Gensungen/Felsberg im letzten Saisonspiel gegen Absteiger MSG Obernburg.

„Wir wollten uns noch einmal anständig präsentieren. In dieser Scheißserie ist bei uns alles zusammengekommen, was nicht passieren darf“, sagte MSG-Coach Leander Jakob. Beide Teams waren ersatzgeschwächt angetreten. Die Gäste aus Mittelhessen hatten gerade mal noch zwei Auswechselspieler dabei. Aber auch bei Gensungen ging personell im letzten Saisonspiel nicht mehr viel.

Torwart Marc Lauterbach hatte sich im Abschlusstraining verletzt und wurde von Joshua Röse ersetzt. Der nominell dritte Schlussmann spielte über 60 Minuten aber so gut (22 Paraden), dass Trainer Arnd Kauffeld schon einen Blick auf die Vorbereitung riskierte: „Es wird wohl einen Dreikampf um die zwei Plätze im Tor geben...“

Dem scheidenden Spielmacher Marvin Gabriel wollte in seinem letzten Spiel für die Edertaler (wechselt zurück nach Baunatal) nicht allzu viel gelingen. Dafür machte Ersatzmann Benedikt Hütt mit Nachdruck auf sich aufmerksam. Der dienstälteste Gensunger wird in der nächsten Serie wieder der erste Spielmacher des Oberligisten sein. „Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst. Ich muss und werde vorangehen“, sagte der Rückraumspieler, der sich aber jetzt erstmal auf die Abschlussfahrt nach Mallorca freut. Die schien auch in den Köpfen einiger Spieler schon drin zu sein.

Denn in der ersten Hälfte versiebte die Kauffeld-Sieben reihenweise Chancen. Nur dank acht erfolgreicher Gegenstöße ging es mit einer Führung in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel machte sich der Kräfteverschleiß bei den Mittelhessen bemerkbar, während Gensungen das Tempo hochhielt. So stand am Ende ein glanzloser, dennoch für die Psychologie wichtiger Sieg zu Buche und die Abschlussparty mit 350 Zuschauern konnte starten. „Die Serie war nicht einfach für mich. Ich bin jetzt froh über die Pause. Auf der anderen Seite freue ich mich schon ein wenig auf die Vorbereitung mit den vielen Neuzugängen“, sagte Kauffeld. • Gensungen: Röse (22 Paraden/23 Gegentore) - Bauer 2/2, Balke 1, Hütt 7, Pregler 1, Gabriel 1, Schneider 5, Koch 2, Habenicht 1, Walther 4, Pollmer 3. Obernburg: S. Schüssler (1. bis 54. Minute, 16/25), Feldbusch (ab 54., 3/2) - Karrer 2, M. Schüssler 6/3, L. Wengerter 2, Neeb 1, Kern, F. Wengerter 2, Hain 7, Albert 3. SR: Parlak/Schmidt. Zuschauer: 350. Siebenmeter: 3/5 - 3/3. Zeitstrafen: 4:2- Minuten.

Von Daniel Schneider

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