Nachholspiel: ESG beim Klimke-Team gefordert

Mit Rückenwind zum Vize-Meister

Andreas

Gensungen. Es gibt sie noch, die Fairness im Sport. „Eine überragende Geste“, lobt Arnd Kauffeld, Trainer der ESG Gensungen/Felsberg die Bereitschaft seines Kollegen Andreas Klimpke das Spiel bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II zu verschieben, weil der heimische Handball-Oberligist bei der ersten Ansetzung durch Krankheit und Verletzungen arg geschwächt war. Und genau darum gebeten hatte. Für den HSG-Coach „keine große Sache“. Denn: „Das gehört sich so.“

Nun treffen sie am heutigen Donnerstag (Anwurf 19 Uhr Sporthalle Münchholzhausen) aufeinander. Unter neuen Vorzeichen, weil beide Teams befreit aufspielen können. Die Gastgeber haben am letzten Spieltag mit einem 23:19-Erfolg bei der HSG Wettemberg die Vize-Meisterschaft perfekt gemacht, die Edertaler dank des klaren Derbysieges den Klassenerhalt. Nach zuletzt drei Siegen in Folge ist nun sogar noch der vierte Tabellenplatz drin.

„Wir können gegen jeden Gegner in der Oberliga bestehen“, strahlt Rechtsaußen Jan Hendrik Walther große Zuversicht aus. Wie auch Mannschaftskamerad Tim Schneider: „Mit einer ähnlichen Leistung wie gegen Vellmar ist einiges drin.“

Beide wissen allerdings um die Stärken der bärenstarken Bundesliga-Reserve, die so wenig Gegentore wie keine andere Mannschaft in der Oberliga Hessen kassiert hat. Der Verdienst einer fein aufeinander abgestimmten 3:2:1-Abwehr vor einem Klasse-Torwart. Till Klimpke nämlich, Neffe des Trainers (und Sohn des langjährigen Bundesliga-Spielers Wolfgang Klimpke), der zum Bundesliga-Kader der HSG Wetzlar und zum Elite-Kader des DHB gehört. „Den dürfen wir auf gar keinem Fall warm werfen“, warnt Kreisläufer Christoph Koch.

Ein weiteres großes Talent: Spielmacher Lukas Gümbel, der den Rhytmus seiner Mannschaft bestimmt und „sehr gut in die Tiefe geht“ (Kauffeld). Mit 104 Treffern ist er darüber hinaus erfolgreichster Torschütze der HSG. Die ist auf jeder Position doppelt gut besetzt, so dass auch der Ausfall des Rückraumlinken Hendrik Schreiber nicht allzu sehr ins Gewicht fallen dürfte. Von „besten Voraussetzungen für ein gutes Spiel“ geht Andy Klimpke aus. Und davon, dass die Gensunger Dankbarkeit für die Spielverlegung zumindest auf dem Feld ihre Grenzen haben wird. (ohm) Foto: Hahn/nh

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