ESG fühlt sich bei 29:30 in Bruchköbel arg benachteiligt

Schiris in der Kritik

In Torlaune: Gensungens Tim Schneider. Foto: Kasiewicz

Bruchköbel. Der Tabellenführer der Handball-Oberliga wankte, aber er fiel nicht. Und zog auf der Zielgeraden noch an der ESG Gensungen/Felsberg vorbei, die bei der SG Bruchköbel eine höchst unglückliche 29:30 (16:12)-Niederlage hinnehmen musste.

Abtasten gab‘s nicht, von Beginn an ging‘s beim Tabellenführer vor 300 Zuschauern richtig zur Sache. Und die ersatzgeschwächten Edertaler (neben Franco Rossel fiel kurzfristig auch noch der grippekranke Marvin Gabriel aus) hielten dagegen. Hatten sich mit ihrer 6:0-Deckung gut auf die gefährliche Mittelachse Nuez Ramos/Hoffmann eingestellt und auch der wurfstarke SG-Rückraum mit Jörg Schäfer und Michael Nath kam erstmal nicht zum Zuge. Selbst als der eigene Mittelblock durch Kochs zweite Zeitstrafe nach 12 Minuten „gesprengt“ wurde - der Ex-Baunataler durfte danach nur noch im Angriff ran - fiel das nicht ins Gewicht.

Im Gegenteil. Nach der einzigen Bruchköbler Führung in der 9. Minute (5:4) übernahmen die Gensunger das Kommando. Angeführt vom starken Tim Schneider, der besonders in der zweiten Welle kaum zu stoppen war. Und zusammen mit Benedikt Hütt für eine 12:9-Führung sorgte. Beide legten mit ihren Treffern in der 28. Minute zum 15:11 nach. Für die kalte Dusche sorgten die Schiedsrichter kurz vor der Halbzeit, als sie Max Pregler nach einem vermeintlichen Foul die Rote Karte zeigten.

Natürlich war das eine schwere Hypothek für den sowieso schon dezimierten ESG-Rückraum. Trotzdem hielt der Vier-Tore-Vorsprung bis zum 18:22 (43.), wobei sich sogar der starke Torwart Lauterbach in die Torschützenliste eintragen konnte. Beim 24:25 schien er aufgebraucht, doch Hannes Bauer und Schneider konterten zum 25:28 (54.). Das war natürlich auch keine Lebensversicherung, schon gar nicht in doppelter Unterzahl, die der Tabellenführer nutzte, um mit fünf Treffern in Folge die Partie zu kippen (30:28). Eine Aufholjagd, bei der Mittelmann Tegaday Nuez Ramos mit insgesamt 14/8-Toren eine Hauptrolle spielte.

Eine weitere nach Ansicht der Gäste: die Schiedsrichter. „Sie haben uns klar benachteiligt und um den Sieg gebracht“, kritisierte Trainer Arnd Kauffeld deren „einseitige Entscheidungen“. • Gens./Felsberg: Lauterbach 1, Wicke; Bauer 6/2, Pollmer, Wiegräfe 1, Pregler 4/2, Hütt 2, Schneider 9, Walther 3, Koch 3, Balke.(ohm)

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