ESG: Schneider durch Feurings Ausfall gefordert

Mit Selbstvertrauen in kniffliges Duell

Tim

gensungen/Pohlheim. Arnd Kauffeld ist auf den Geschmack gekommen. „Jetzt wollen wir auch in Pohlheim gewinnen“, sagt der Trainer der ESG Gensungen/Felsberg nach dem 29:26-Coup des heimischen Handball-Oberligisten bei der MSG Umstadt/Habitzheim und vor dem schweren Auswärtsspiel bei den Mittelhessen (Sa. 20 Uhr Sporthalle Holzheim). In der 18 000 Einwohnerstadt des Landkreises Gießen, wo es für die Edertaler in den letzten Jahren wenig bis nichts zu holen gab.

Laut dem ESG-Coach ein Grund mehr, den Bock umzustoßen. Mit dem Selbstvertrauen von vier Siegen in Folge. Mit einer mentalen Stabilität, dank derer die Mannschaft in Groß-Umstadt auch nach misslungenen Aktionen nie den Faden verlor. Mit drei gleichstarken Innenblockern (Christoph Koch, Dave Alscher, Maik Gerhold) zum Vorteil des eigenen Kräftehaushalts. Mit einem aufblühenden Regisseur Benedikt Hütt, der die Fäden des Spiels immer in der Hand, dabei aber auch seine „individuelle Durchschlagskraft“ (Kauffeld) wieder entdeckt hat.

Allerdings ohne Cornelius Feuring, der sich in Groß-Umstadt einen Mittelhandbruch zuzog und sechs bis acht Wochen ausfallen wird. Für den Linkshänder muss Tim Schneider ran, dem indes Pohlheims 6:0-Deckung besser liegen dürfte als die 3:2:1-Variante der MSG.

Allerdings: Auch die HSG geht gestärkt in diesen Oberliga-Klassiker. „Unser bestes Saisonspiel“, sagt der neue Trainer Jens Dapper über den letzten 33:25-Erfolg in Offenbach. Womit die Anlaufprobleme nach dem personellen Umbruch d.h. dem Verlust von drei erfahrenen Leistungsträgern (Lex, Grundman, Pausch) überwunden sind. Schon scheint das intensive Feilen des ehemaligen Heuchelheimer Rückraumspielers am eigenen Umschaltspiel zu greifen, wozu der B-Lizenz-Inhaber durchaus das passende Personal hat: Etwa den Tempogegenstoßspezialisten Felix Erdmann, der von den exzellenten Torhütern Jannik Schlegel und Jan Wüst auf die Reise geschickt wird. Auch die beherrschen wie Gensungens Schlussmann Marc Lauterbach den punktgenauen Pass für die erste Welle.

Im Positionsangriff ist insbesondere das Rückraumduo Maximilian Rühl, ein wurfstarker Halblinker, und Jonas Schleenbecker, Neuzugang der HSG Wettenberg, zu beachten. Beide werden vorrangig vom ehemaligen Hüttenberger Lukas Drommershausen in Szene gesetzt.

„Die Teams und ihre Spielsysteme ähneln sich“, erklären beide Trainer unisono. In Erwartung einer „Partie auf Augenhöhe“ (Dapper). Also kommt es auf die Tagesform an. Auf den kleinen, aber feinen und spielentscheidenden Unterschied, der aus Gensungens Zwischenhoch einen nachhaltigen Aufwärtstrend machen könnte.(ohm)

Von Ralf Ohm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.