Derbys, Siege und eine dunkle Halle

Sparkassenhandballcup hat Tradition im Schwalm-Eder-Kreis

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Höhepunkte beim Sparkassencup: die Derbys zwischen Gensungen/Felsberg und Melsungen. Hier trifft Jan-Hendrik Walther (links) auf Ivan Brouko (MT). 

Seit 1995 wird der Sparkassenhandballcup in der Region ausgetragen. Mindestens ein Spielort lag immer im Schwalm-Eder-Kreis. Rückblick auf tolle Duelle.

Durch den Aufstieg der MT Melsungen 2005 in die 1. Handball-Bundesliga ist es zwar mittlerweile normal, die weltbesten Handballer in der Region zu erleben. Dennoch hat der Sparkassencup nichts von seiner Bedeutung eingebüßt – immer noch fiebern viele Fans dieser Veranstaltung entgegen, die ihren Ursprung in einem Turnier im Jahr 1995 in Felsberg hat. Wir blicken auf besondere Partien an Fulda und Eder.

Das Derbyfieber

Auch wenn es bisweilen ein ungleiches Duell war - die Begegnungen zwischen den Handballern von Gensungen/Felsberg und dem Nachbarn aus Melsungen waren in der Turnierwoche echte Zuschauermagneten. Trotz hoher Temperaturen waren mehr als 600 Fans dabei. Am 3. August 2010 setzte sich der Favorit in der Stadtsporthalle Felsberg mit 40:25 durch. Am 31. Juli 2013 war es mit dem 38:18 in Gensungen noch deutlicher, wobei das Publikum einiges geboten bekam. Allein elfmal war der damalige MT-Neuzugang Johannes Sellin für die Gäste erfolgreich, und die ebenfalls neu verpflichteten Müller-Zwillinge glänzten mit einem Spielzug, der in Melsungen durchaus zu einem Markenzeichen wurde: Kempa-Anspiel Philipp Müller, Abschluss Michael Müller – Tor.

Die Achtungserfolge

Am 18. August 2004 war die HSG Gensungen/Felsberg ganz dicht dran an einem echten Coup. Als Zweitligist brachte das Team aus dem Edertal den Erstligisten Frisch Auf Göppingen in Felsberg an den Rand eines Punktverlusts – drei Sekunden vor Ende vergab Linksaußen Stephan Untermann gegen Schlussmann Martin Galia die Chance zum möglichen 27:27. Das bessere Ende für sich hatte Gensungen/Felsberg aber am 5. August 2010. Gegen den klassenhöheren TV Hüttenberg gab es ein 34:33.

„Unser Sieg war für den weiteren Turnierverlauf ganz wichtig“, sagt der damalige Torwart und heutige Sportliche Leiter Michael Stahl rückblickend. Denn somit schied Melsungen, das gegen Hüttenberg zuvor nur unentschieden gespielt hatte, nicht vorzeitig aus.

Der besondere Sieg

Gegen die SG Flensburg-Handewitt kann die MT Melsungen bis zum heutigen Tag nur wenige Siege vorweisen. Der erste in der Vereinsgeschichte gelang am 16. August 2008 beim Sparkassencup: Im Halbfinale in der Melsunger Stadtsporthalle behauptete sich die Mannschaft des früheren Trainers Robert Hedin mit 38:35 – allein zwölf Tore warf der Slowake Daniel Valo für die Hausherren.

Der kuriose Moment

3. August 2007, Stadtsporthalle Melsungen: Drei Sekunden vor Ende des Halbfinales zwischen der HSG Wetzlar und dem Zweitligisten Eintracht Hildesheim stehen die Spieler plötzlich im Dunkeln – die Beleuchtung ist ausgefallen. Erst eine Viertelstunde später brennen wieder die Lichter unter der Decke. Wetzlar schafft durch Volker Michel noch den 24:24-Ausgleich. Es geht ins Siebenmeterwerfen – und darin rückt der ehemalige Melsunger Torwart Zoran Djordjic in den Fokus. Drei Siebenmeter kann der Serbe parieren. So zieht die HSG durch einen 27:26-Sieg ins Endspiel ein.

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