Oberligist Gensungen/Felsberg bleibt in Wiesbaden ohne Führung und unter seinen Möglichkeiten

Nur ein Strohfeuer der ESG beim 24:27

Unzufrieden: Gensungens Trainer Arnd Kauffeld. Foto: Hahn

Wiesbaden. So war das nicht geplant: 40 Fans, ein voller Bus – doch der Siegeszug der ESG Gensungen/Felsberg wurde jäh gestoppt. Der heimische Handball-Oberligist unterlag bei der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden völlig verdient 24:27 (9:12).

„Wir haben nie unseren Spielrhythmus gefunden. Eigentlich war das ein Gegner, den wir schlagen können und müssen“, machte ESG-Coach Arnd Kauffeld aus seinem Herzen keine Mödergrube. 19 Fehlwürfe notierte der ehemalige Zweitliga-Spieler, dessen Team in der gesamten Partie nicht einmal in Führung lag. Gleich zu Beginn ließ die ESG einige freie Würfe ungenutzt. Zudem wurden die Außen schlecht bedient, was zu zwei Fahrkarten für Routinier Jan-Hendrik Walther führte.

Allein dem guten Torwart Marc Lauterbach und der soliden Deckung verdankte es Gensungen, nicht schon frühzeitig hoffnungslos zurückzuliegen. In den ersten zehn Minuten traf überhaupt nur ein Mann: Kenneth Fuhrig, der Sohn von Ex-Nationalspieler Mike Fuhrig, der den jungen Wiesbadener einen 3:0-Vorsprung ermöglichte.

„Einige Spieler sind nach Verletzungen noch nicht fit. Und wenn wir nicht durchwechseln können und hellwach sind, wird es eben gegen jeden Gegner schwierig“, sagte Kauffeld. Damit nahm der Coach etwa Cornelius Feuring in Schutz, der sich nach acht Wochen Pause in den Dienst der Mannschaft stellte, sich allerdings in einigen Momenten noch zurückhielt.

Ganz zur Freude vom starken Torwart Nicolas Robinson. Und vor allem von Pascal Henkelmann. Wiesbadens Spielmacher gab die Richtung vor und entschied im Angriff viele Eins-gegen-eins-Duelle für sich. Wenn er und seine Kollegen mal nicht trafen, bekamen sie per Siebenmeter häufig eine zweite Chance. Allein sieben Mal per Strafwurf war Lorenz Engel erfolgreich. Über 6:4 (20.) und 10:6 (26.) drohte der ESG beim Stand von 16:10 (35.) ein Debakel.

Dann stellte Kauffeld auf eine 5:1-Abwehr mit Vince Schmid auf der Spitze um. Der Lohn: Der gute Jan-Hendrik Otto (3), Franco Rossel, Feuring und Christoph Koch sorgten nach einem 6:0-Lauf für den Ausgleich (43.). Allein, es sollte ein Strohfeuer bleiben. Die Gastgeber legten drei Treffer nach und gaben den Vorsprung nicht mehr her. • ESG: Lauterbach, Mügge - Bauer 2/1, Rossel 5, Alscher, Hütt 2, Schmidt 4, Otto 6/3, Feuring 1, Rohde, Koch 4, Walther. (sbs)

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