Oberliga: Melsungen II empfängt Tabellenführer – Petersen und Feuring gefordert

Sviridenko fordert Reaktion

Derzeit in guter Form: Melsungens Rechtsaußen Mark Petersen (links, hier gegen Gensungens Marvin Gabriel) trifft am Sonntag auf Tabellenführer Hanau. Foto: Hahn

Melsungen. Der Tabellenführer kommt! Aber ausgerechnet vor dem Oberliga-Schlager gegen die HSG Hanau (Sonntag, 17.30 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) haben die Handballer der MT Melsungen II eine Serie von drei sieglosen Partien zu verdauen, darunter zuletzt sogar eine Niederlage bei der HSG Kahl/Kleinostheim, die sich damit erstmals seit Monaten von der Roten Laterne befreite.

Keine guten Voraussetzungen also für das Kräftemessen mit der Mannschaft, die Ende September des vergangenen Jahres letztmals verlor. „Klar, wenn wir in Kahl gewonnen hätten, gingen wir jetzt mit einer ganz anderen Stimmung ins Spiel. So stehen wir in der Pflicht, uns zu rehabilitieren – egal gegen wen“, weiß Trainer Georgi Sviridenko, dass seine Mannschaft etwas gut zu machen hat und sich dabei nicht hinter dem übermächtig erscheinenden Gegner verstecken darf. Wobei das nicht zwangsweise als Forderung nach einem Sensationssieg zu verstehen ist. Einstellung ist gefordert, selbst wenn das am Ende nicht für Punkte reichen sollte.

Das allein ist schon nicht einfach gegen eine Mannschaft, die auf dem Sprung in die 3. Liga ist. Die aktuellen Referenzen von Hanau: Erst eine einzige Saisonniederlage, die drittbeste Angriffsreihe sowie die stabilste Deckung der Oberliga. Dazu kommt, dass es keinen ausgewiesenen Torjäger gibt.

„Sie haben das ausgeglichenste Team der Liga“, sagt Sviridenko. Schwächen sind kaum zu entdecken. Ein großer Rückhalt ist das Torhütergespann Niklas Eul und Sebastian Schermuly. Schermuly stand 2005 gemeinsam mit MT-Linksaußen Michael Allendorf und Wetzlars Tobias Hahn in der A-Jugend der SG Wallau/Massenheim, die unter Trainer Mike Fuhrig Deutscher Meister wurde.

Da bleibt den Melsungern nur, ihre eigenen Stärken zu kultivieren. Was jugendliche Unbekümmertheit mit einschließt, denn gerade als die junge Garde im Hinspiel in Hanau (20:26 verloren) auf der Platte stand, sah es für Melsungen am besten aus. Nur dürfen sich die Rückraumschützen Merlin und Jannis Kothe nach Fehlversuchen nicht so langsam zurückziehen wie das in Kahl der Fall war. Und Mark Petersen muss seine Form ebenso wie Cornelius Feuring möglichst konservieren. „Ich möchte in jedem Fall eine Reaktion sehen“, fordert Georgi Sviridenko. (ko)

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