Oberliga: Melsungen II verliert beim Schlusslicht

Sviridenko sieht wenig Lichtblicke

Cornelius

Kahl. Der Untermain war keine Reise wert für Handball-Oberligist MT Melsungen II. Denn am Ende der Dienstfahrt zum bisherigen Schlusslicht HSG Kahl/Kleinostheim stand eine 28:31 (16:19)-Niederlage, die einige Fragen offen lässt.

Trainer Georgi Sviridenko hatte schon im Vorfeld gewarnt und darauf hingearbeitet, dass die Mannschaft den Schalter umlegt und die HSG nicht an deren Tabellenplatz misst. Vergebens, seine Mahnungen erreichten die Mannschaft nicht. Die fand keine Einstellung zum Spiel und geriet schon in der Anfangsphase in deutlichen Rückstand (4:8, 10.). Was auch daran lag, dass Kahl mit einer defensiven Deckung Melsungens Rückraumschützen zu riskanten Distanzwürfen förmlich einlud, was am Ende zu einer indiskutablen Trefferquote führte. Hinten fehlte die Unterstützung der Torhüter. Allerdings bekamen Fabian Meyfarth und Alexander Dick auch kaum Hilfestellung der Abwehrreihe, die sich nicht viel besser präsentierte als der Angriff.

Was in der Pause zu deutlichen Worten führte. Doch das sich dort vorgenommene „Zusammenreißen“ fand nicht statt. Im Gegenteil bauten die Gastgeber ihre Führung schnell auf fünf Tore aus (22:17, 34.) und hatten die Partie mit dem 30:23 durch ihren besten Schützen Fabian Roth (neun Tore) nach 52 Minuten praktisch entschieden.

„Wir hatten keine Chance. Das Spiel hätte noch Stunden gehen können, und wir hätten es nicht gewonnen“, zeigte sich Sviridenko enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft. Da konnten auch die wenigen Lichtblicke nicht viel richten.

Wie Cornelius Feuring, der mehrfach erfolgreich den Zweikampf suchte statt in Wurffallen des Gegners zu tappen. Oder Eugen Gisbrecht, der zwar für viel Bewegung sorgte, gegen die passiv stehende Deckung aber auch nicht ankam. „Sie haben sogar Petr Hruby am Kreis abgedeckt, so dass nicht einmal von dort etwas ging“, sah Melsungens Trainer auch die letzte Hoffnung auf Zählbares schwinden. • MT II: Meyfarth, Dick – Kienast 2, Hruby 3, Paske, Bärthel, M. Kothe 2, Schanze 5, Feuring 6, Gisbrecht, Ploch, J. Kothe 3, Petersen 7/4. (ko) Foto: nh

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