Oberliga: Heimstarke Melsunger gegen Bruchköbel ohne Druck

MT II trifft auf Torfabrik

Schwimmt mit Bruchköbel auf der Erfolgswelle: Trainer Oliver Hubbert, der mit der SG Samstag in Melsungen spielt. Foto: Hahn

Melsungen. Das ist ein anderes Kaliber. Der wohl stärkste Gegner, den die MT Melsungen II seit dem Aufstieg in die Handball-Oberliga der Männer in eigener Halle vor der Nase hat: der überraschend starke Tabellenzweite SG Bruchköbel (Sa. 19.45 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen).

„Bruchköbel gehört zu den Aufstiegskandidaten. Da können wir ohne Druck entspannt spielen“, erklärt MT-Coach Georgi Sviridenko. Und weiß, dass die Südhessen auf allen Positionen stark besetzt sind. Beim jüngsten 36:31 gegen Griesheim überragte Rechtsaußen Aydin Günes, der ein Experte für Tempogegenstöße ist, mit 13 Treffern. Neben dem spanischen Spielmacher Tegaday Nuez Ramos (57/27 Treffer) wissen auch die Rückraumspieler Michael Nath (38), der unkonventionelle Jörg Schäfer (37) sowie der junge Kreisläufer Jannik Hoffmann (49), wo der Ball hin muss. 335 Tore sind der absolute Spitzenwert der Liga - durchschnittlich erzielte die SG mehr als 30 Treffer.

Ähnlich stark haben die Trainer Oliver Hubbert und Marc Stallmann eine knallharte 6:0-Abwehr vor dem ehemaligen tunesischen Nationaltorwart Itab Bouali und mit dem Mittelblock Nath/Hoffmann formiert. Würfe aus der zweiten Reihe vom zuletzt formstarken Jannis Kothe sind also ebenso auf Melsunger Seite gefragt wie Sperren vom Kreisläufer. „Wir müssen unsere Angriffe geduldig vortragen“, mahnt Sviridenko.

Der Olympiasieger von 1988 hat alle Mann an Bord. Also auch wieder viele Talente, weil die A-Jugend spielfrei ist. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Bundesliga-Reserve wie beim 25:29 in Pohlheim erneut mit sechs U 20-Akteuren beginnt. „Wir versuchen, den Gegner zu überraschen“, erklärt der Coach, der deswegen neben der bewährten 5:1-Abwehr im Training eine zweite Option einstudieren ließ.

Klappt die Überraschung, kann der Lauf mit 11:1-Punkten in eigener Halle fortgesetzt werden. Mit einem Sieg würde der Neuling nur noch zwei Zähler hinter der SG liegen. Und das völlig ohne Druck. (sbs)

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