Vor Ort: Im Handball-Derby zwischen der SVH und Vellmar siegen die Gäste verdient mit 30:26

Die Trommler halten durch

Warten auf den ersten Einsatz: Die Trommler der SVH Kassel im Derby gegen den TSV Vellmar. Fotos: Schachtschneider

kassel. Es war kein schönes Spiel, es war aber auf keinen Fall „Not gegen Elend“. Das Kellerderby der Handball-Oberliga zwischen der SVH Kassel und dem TSV Vellmar hatte seine guten Phasen, aber auch die, in der beide Mannschaften versuchten, sich mit Fehlabgaben zu übertrumpfen. Die Gäste gewannen in der Harleshäuser Sporthalle vor 400 Zuschauern schließlich mit 30:26 (13:12).

Vor deM Spiel

Um 17.15 Uhr leert sich die Halle erst einmal, das Spiel der Harleshäuser Zweiten war beendet. Auf der Spielfläche finden sich die Akteure des Oberligaspiels ein. Vellmars Trainer Andreas Paul und SVH-Spieler Faruk Tataraga liegen sich in den Armen, schließlich hat man mehrere Jahre zusammen in Harleshausen gespielt.

Um 17.30 Uhr füllt sich die Halle langsam wieder. Unterdessen dehnen und strecken sich die Spieler, laufen, stoppen, laufen wieder. Vellmars Danny Körber schleppt eine Kiste Wasser in die Kabine. Um 17.38 Uhr stellt Hallensprecher Wolfgang Tratter die Mannschaft der Gäste vor, sechs Minuten später die der SVH Kassel. Inzwischen sind auch die 40 Wanderer aus Vellmar eingetroffen und gesellen sich zu den Fans des TSV.

Die TRommler

Um 17.48 Uhr kommen die Trommler des TSV Vellmar in die Harleshäuser Sporthalle. Sie nehmen in dem Block Platz, in dem sonst die Harleshäuser Fans sitzen. Die rutschen einfach einen Block weiter. Und die Trommler der beiden Vereine halten durch. Es wird von der ersten bis zur letzten Spielminute getrommelt, kräftigst, jeweils beim Angriff der eigenen Mannschaft.

Das spiel

Um 18.08 Uhr geht es nach den Ehrungen (siehe Artikel links) endlich los. Der TSV führt erstmals (7:6) nach 18 Minuten. Die SVH bleibt bis zur Pause dran (12:13). Dann kommt der TSV besser ins Spiel und setzt sich ab (22:16/47.). Doch die SVH gibt nicht auf (22:23/52.). Zum Schluss hat Vellmar aber den längeren Atem und in Debütant Fabian Struif den überragenden Werfer (11).

nach dem spiel

SVH-Coach Iljo Duketis trauert den vergebenen Chancen nach. „Wir machen uns das Leben immer selbst schwer“, sagt er. „Wir leisten uns im Angriff zu viele leichtsinnige Fehler.“ Und Vellmars Andreas Paul sagt, dass es kein schönes Spiel war, „aber wir haben verdient gewonnen“. Und dass man Fabian Struif noch besser in das Spiel einbinden müsse. Beide Trainer werden sich übrigens in der nächsten Saison in der Landesliga in den Derbys wiedersehen: Iljo Duketis trainiert die SVH ja bekanntlich weiter, Andreas Paul bleibt Coach des TSV Vellmar.

Und wie das so ist in einem Nachbarschaftsderby, da steht man gemeinsam nach dem sportlichen Vergleich noch an den Stehtischen vor der Halle und im Foyer zusammen und nimmt das eine oder andere Getränk. Die Trommeln sind inzwischen weggepackt.

Von Peter Fritschler

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