Handball-Oberliga: SVH Kassel unterliegt im Derby der ESG Gensungen/Felsberg mit 26:39

Trotz der Niederlage zufrieden

Auf dem Weg zum Tor: Der SVHer Niklas Plümacher (Mitte) gegen die Deckung der ESG mit (von links) Stephan Untermann und Jens Wiegräfe, rechts Daniel Botte. Foto: Fischer

Kassel. Die SVH Kassel unterlag der ESG Gensungen/Felsberg in der Handball-Oberliga klar mit 26:39 (14:16) und darf trotzdem mit der gezeigten Leistung mehr als zufrieden sein. Auch wenn der Abstieg jetzt eine klare Sache ist.

Zumindest in der ersten Halbzeit war die Mannschaft von Trainer Iljo Duketis auf Augenhöhe und führte gegen den Favoriten in der 25. Minute sogar mit 14:13.

Der zog bis zum Pausenpfiff allerdings wieder mit zwei Treffern an den Gastgebern vorbei. Und setzte sich in den ersten drei Minuten der zweiten Spielhälfte auch gleich auf 19:14 ab. Entscheidender Spieler für die ESG war in dieser Phase Jens Wiegräfe. Er setzte die Akzente, zeigte seiner Mannschaft, wie es geht und traf dazu selbst viermal. Gensungen/Felsberg war auf der Siegerstraße.

Die SVH, die in den ersten 30 Minuten vor allem auf den starken Niklas Plümacher bauen konnte, kam nun immer schlechter ins Spiel. Das lag nicht am mangelnden Bemühen der Gastgeber, sondern am kompakteren und schnelleren Auftreten der Gensunger. Die störten die Wege von Plümacher jetzt energischer, packten in der Abwehr zu und ließen vor allem im Angriff keine Chancen mehr liegen.

Bei der SVH ließen dann die Kräfte nach, was zu technischen Fehlern im Angriff führte. Und die bestraften die Gensunger unweigerlich.

SVH-Trainer Iljo Duketis war trotz der Niederlage grundsätzlich zufrieden mit seiner Mannschaft: „Die Jungs haben alles gegeben, mehr geht nicht. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und immer wieder versucht, ihr Spiel zu machen.“ Ähnlich sah das auch Niklas Plümacher, mit neun Treffern erfolgreichster Torschütze der SVH: „Wir haben in der ersten Halbzeit gezeigt, was wir wirklich können. Danach war Gensungen einfach stärker.“

Arnd Kauffeld, Trainer der ESG, befand, dass man gut gestartet sei, aber dann Plümacher zu sehr ins Spiel habe kommen lassen. „Die SVH hat dann auch gut gespielt, aber als Jens Wiegräfe das Heft in die Hand genommen hat, lief das Spiel für uns“, sagte Kauffeld. SVH: Krätzig (1.-43.), Frohmüller (44.-60.); Räbiger. Schuldes 2, Botte 2, Schlosser 3, Plümacher 9, Damm 1, Cermak 2, Görges 2, Guthardt 2, Konermann 3 ESG: Lauterbach (1.-45.), Wicke (46.-60.); Bauer 7, Rehberg 1, Hütt 6, Untermann 4/2, Trogisch 1, Wrzosek, Pregler 6, Wiegräfe 4, Schneider 3, Walther 5, Balke 2 SR: Reuther/Tobiasch (Idstein) Z: 350

Von Peter Fritschler

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