Aufsteiger ist zurück

TSV Vellmar steht vor schwerer Saison in der Handball-Oberliga

+
Die Trainer und die Neuen beim TSV Vellmar: Gordon Hauer, Till Jonas Berninger, Frederik Drönner, Nemanja Vukadinovic, Martin Herwig, Niklas Willrich und Abraham Rochel (von links).

Vellmar – Der TSV Vellmar ist zurück in der Handball-Oberliga. Eine Saison lang dominierten die Vellmarer die Landesliga, gaben acht Punkte ab und waren zum Schluss Meister und Aufsteiger. Doch nach dem Jahr der Überlegenheit kommt jetzt die Spielserie, in der dem Aufsteiger der Wind kräftig ins Gesicht bläst.

Die Abgänge

Dass Wirbelwind Simon Adam den Verein verlassen hat, wiegt sicher mehr als schwer. Adam will zusammen mit seinem Bruder Daniel als Schiedsrichter weiterkommen, kann deswegen keine Oberliga spielen. Verlassen haben auch Michael Schuldes (VfB Bettenhausen) und Sebastian Krause (unbekannt) den Verein, schon unter der Saison gingen Danny Körber, Daniel Botte, Daniel Lieberknecht und Magnus Schengel. Slobodan Vukasin wird künftig als Betreuer mit auf der Bank sitzen.

Die Zugänge

Durch den ständigen „Ringtausch“ in Nordhessen vor jeder Saison ist es nicht einfach, sich für die Oberliga adäquat zu verstärken. Spieler aus der Jugend oder unteren Mannschaft müssen erst an das höherklassiger Niveau herangeführt werden. Mit Torwart Martin Herwig (Gensungen/Felsberg), Niklas Willrich und Frederik Drönner (Eintracht Baunatal) kommen allerdings Spieler mit höherklassiger Erfahrung. Dazu ist mit Nemanja Vukadinovic ein Rückraumspieler neu, der als Linkshänder zuvor in der serbischen Super-B-Liga spielte. Aus der zweiten Mannschaft des TSV kommt Till Jonas Berninger, der ältere Zwillingsbruder von Jan Magnus.

Die Lage

Wie schwer es ist, Oberliga zu spielen, haben die Vellmarer während ihrer Zugehörigkeit zur höchsten hessischen Klasse zur Genüge gespürt. So wundert es nicht, dass der Klassenerhalt das oberste Ziel des TSV ist. Und den zu erreichen, wird schon schwer. Daher verwundert es auch nicht, dass Vellmar bei vielen Konkurrenten als Absteiger Nummer eins genannt wird. Wie groß die Lücke zwischen Optimismus und Realität ist, wird man im Frühjahr 2020 wissen. Klar ist, dass in den meisten Spielen mehr als alles zusammenpassen muss, will der TSV punkten.

Der Trainer

Coach Gordon Hauer, dem als „Co“ weiter Abraham Rochel zur Verfügung steht, weiß, dass es eine schwere Saison wird. „Wir haben eine gute, aber junge Mannschaft. Wir werden mit unserer Einsatzfreude einiges wettmachen können, aber leichte Spiele wird es für uns in der Oberliga als Aufsteiger nicht geben“, sagt Hauer. Einen vermeintlichen Vorteil für Vellmar hat Hauer allerdings doch ausgemacht: die Anwurfzeit der Heimspiele. Wer spielt schon gern am Sonntag um 18 Uhr in des Gegners Halle.

Das Funktionsteam

Neu installiert hat der TSV ein Funktionsteam. Neben dem Trainerduo Hauer und Rochel Icardo sind dies Slobodan Vukasin als Betreuer, Physiotherapeutin Ariane Facca, Sandra Liebig, die sich um die physische Stabilität kümmert, und Athletiktrainer Ergün Yüksel – ein früherer Feldhockeyspieler. „Damit haben wir ideale Voraussetzungen geschaffen, um unser Team auch im physischen Bereich konkurrenzfähig zu machen“, sagt Hauer.

Dauerkarten für die Saison 2019/20 für die Oberliga-Männer sowie die Landesliga-Frauen gibt es im Gartencenter Ziegener in der Triftstraße 72 in Vellmar, Bestell-Hotline: 0561/821413.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.