Oberliga: Gensungen/Felsberg trifft auf den Tabellenletzten um Trainer Iljo Duketis

Ein ungleiches Derby in Kassel

Ist zwar Trainer vom SVH Kassel, aber auch Fan der ESG Gensungen/Felsberg: Iljo Duketis. Foto: Malmus/Archiv

Gensungen. Iljo Duketis kommt richtig ins Schwärmen, wenn er über die ESG Gensungen/Felsberg spricht. „Das ist meine Lieblingsmannschaft. Sie haben ein tolles Team, einen ausgezeichneten Trainer und ein klasse Publikum.“

Nur: Duketis ist Trainer von Gensungen/Felsberg-Gegner SVH Kassel. Die Harleshäuser empfangen am Samstag (19 Uhr) die Edertaler.

Es könnte ein Heimspiel für die Mannschaft von Trainer Arnd Kauffeld werden. Gut hundert Fans wollen ihre Mannschaft zum Derby nach Kassel begleiten. „Ich freue mich riesig auf das Spiel, weil ich viele alte Freunde treffen“, sagt Duketis. Er weiß: Die Rollen in dem Spiel sind klar verteilt. Seit dem er das Traineramt beim designierten Absteiger übernommen hat, läuft es zwar besser, Punkte gab es aber trotzdem kaum. „Gensungen und wir stehen außer Konkurrenz. Wir wollen einfach nur das Spiel so lange wie möglich offen halten“, sagt Duketis. Die Einsätze von Christian Damm und Torhüter Pascal Zügler sind dabei fraglich. Genauso fraglich wie der Verbleib von Duketis beim zukünftigen Landesligisten. „Es gab zwar die ersten lockeren Gespräche, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Es kommt auch darauf an, ob die Mannschaft hier zusammenbleibt“, sagt Duketis.

Aber bevor es soweit ist, kommt es zum möglicherweise auf Jahre hinaus letztem Duell zwischen Gensungen/Felsberg und Kassel. Zumindest, wenn es nach Duketis geht. „Gensungen ist der einzige Verein in Nordhessen, bei dem sich etwas nach vorn bewegt. In der nächsten Saison sind sie für mich der Topfavorit auf den Aufstieg in die dritte Liga“, verteilt Duketis bereits vor dem Anpfiff Gastgeschenke.

Gensungen/Felsberg-Trainer Arnd Kauffeld erwartet von seiner Mannschaft eine Reaktion nach der Niederlage gegen die Bundesligareserve aus Wetzlar. „Einige Spieler müssen sich um hundert Prozent steigern“, fordert Kauffeld. Da scheint der Tabellenletzte aus Kassel gerade recht zu kommen, auch wenn Kauffeld warnt: „Unter Duketis hat sich die Mannschaft gut entwickelt. Es ist zumindest endlich wieder ein Spielkonzept zu erkennen.“ Dazu verfüge die Mannschaft mit Kreisläufer Daniel Botte und den Halbrechten Faruk Tataraga über gute Individualisten. Bei Gensungen ist der Einsatz von Spielmacher Benedikt Hütt (Schulter) noch fraglich.

Von Daniel Schneider

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