In einem dramatischen Spiel siegt der heimische Handball-Oberligist

TSV Vellmar behält gegen Bruchköbel die Nerven

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Durchsetzungsstark: Vellmars Lance-Phil Stumbaum (Mitte) gegen Bruchköbels Jörg Schäfer (links) und Aydin Günes.

Vellmar. Das war nichts für schwache Nerven. Mit einem 38:36 (19:17)-Erfolg über die SG Bruchköbel hat der TSV Vellmar den zweiten Heimsieg in Serie in der Handball-Oberliga gefeiert.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, in der beide Abwehrreihen zunächst nicht sonderlich überzeugend agierten. Beim 10:8 (12.) für den TSV hatte Gästekeeper Marcel Troll noch nicht einen Ball gehalten. Auf der Gegenseite hatten die Gastgeber Probleme mit dem überragenden Spielmacher Tegaday Ramos-Nuez und Michael Nath.

Dennoch schaffte der TSV es, mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause zu gehen. Danach aber spielten zunächst nur noch die Gäste. Binnen neun Minuten drehten sie das Spiel, plötzlich führten sie mit 24:21. „Ich wollte eigentlich eine Auszeit nehmen, aber wir haben das über die personelle Ebene gelöst“, erklärte TSV-Trainer Gunnar Kliesch. Max Henkel löste den glücklosen Christian Gumulla im Tor ab, statt einer 5:1-Deckung agierten die Hausherren zunächst in einer 6:0-Deckung, später mit Manndeckung für Ramos-Nuez.

Und plötzlich waren die Vellmarer wieder da. In doppelter Überzahl glichen sie zum 26:26 (46.) aus und gingen kurz darauf in Führung, als der bärenstarke Lance-Phil Stumbaum vom eigenen Tor aus traf. Aber auch die Gäste beherrschten das Spiel in Überzahl und gingen ihrerseits wieder mit 29:27 in Front (48.).

In der hochspannenden Schlussphase war eine TSV-Auszeit der Startschuss zum Siegeszug. Einen 31:33-Rückstand drehten sie binnen drei Minuten zum 36:34. Sie konnten sich bei Max Henkel bedanken, der mit drei Glanzparaden Bruchköbel den Zahn zog. Zwar verkürzten die Gäste nochmals in der Schlussminute auf 36:37, mit der Schlusssekunde aber traf Danny Körber zum viel umjubelten Endstand. „Wir können mit den 36 Gegentoren nicht zufrieden sein, aber meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie zusammengewachsen ist und hat unglaublich Moral bewiesen“, lobte ein überglücklicher Kliesch. Er sei stolz auf sein Team, das schwierige Situationen spielerisch gelöst habe.

TSV: Gumulla (1. - 39. Min.), Henkel (ab 39.) - Kunz, Stumbaum 11/3, Kusan, Suton 3, Kordic 4, Kiebach 1, Rudolph, Heckmann 6, Gisbrecht 4, Petrovszki 4, Körber 5.

Von Max Seidenfaden

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