Handball-Oberliga: TSV unterliegt TSG Offenbach-Bürgel knapp mit 31:34

Vellmar hält lange dagegen

Festgemacht: Obwohl er sich meist heftiger Gegenwehr – hier durch Timo Cohen (rechts) – ausgesetzt sah, war Abraham Rochel Icardo (Mitte) diesmal bester Mann beim TSV Vellmar. Foto: Fischer

vellmar. Der TSV Vellmar kämpfte zwar und zeigte mehr Licht als Schatten, doch zum ersten Sieg in diesem Jahr reichte es wieder nicht. Mit 31:34 (15:17) unterlagen die Nordhessen in der Handball-Oberliga gegen die TSG Offenbach-Bürgel.

Das große Manko beim TSV Vellmar in dieser Saison ist und bleibt die individuelle Fehlentscheidung im Angriff. Den Abschluss einzuleiten, der vom Gegner gewollt ist. Der dann zu früh kommt und der eigenen Mannschaft nichts einbringt. Wohl aber dem Gegner, nämlich den Tempogegenstoß.

Und am Sonntag nutzten die Mainstädter diese Chancen vortrefflich. Es sind immer wieder diese verflixten sieben, acht Minuten, in denen es nicht rund läuft und ein besseres Ergebnis wegegeben wird. Da nützt auch der unermüdliche Einsatz der gesamten Vellmarer Mannschaft nichts.

So auch im Spiel gegen die TSG Offenbach-Bürgel. Vellmar begann sicher und aggressiv und nach sieben Minuten stand es 4:4. Sieben Minuten später 10:6 für die Offenbacher. Die hatten fünf der sechs Treffer zur Führung per Tempogegenstoß erzielt, weil sich Vellmar die bereits erwähnten Fehlwürfe geleistet hatte.

In der Folgezeit präsentierte sich der TSV keinesfalls wie ein Absteiger, blieb auf Augenhöhe und beim 11:11 oder 14:14 an Offenbach dran. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte Vellmar die Chance zum 16:16 auszugleichen, doch nach einem technischen Fehler erhöhte die TSG noch auf 17:15.

Nach der Pause ein ähnliches Bild. Der TSV Vellmar hält mehr als gut dagegen und ist beim 31:32 (59.) einem Punkt nahe. Aber wieder wird zu früh abgeschlossen und Offenbach kontert.

„Wir haben das Spiel wieder im Angriff verloren“, sagt Kapitän Abraham Rochel Icardo, der in Abwehr und Angriff eine Superpartie ablieferte. „Die Abwehr steht, aber vorn vergeben wir zuviel.“

Rochel Icardo ist damit einer Meinung mit seinem Trainer. „Wir fangen in der ersten Halbzeit zu viele Tempogegenstöße“, sagt Heiko Illian. „Wir haben die meiste Zeit komplett dagegengehalten und waren immer kurz davor den Bock umzustoßen“, so Illian. „Und Offenbach ist immer dann wieder ins Spiel zurückgekommen.“

TSV Vellmar: Gumula, Becker (n.e.); Amneus Kirkemann 3, Vukasin (n.e.), Munoz, Rochel Icardo 7, Hujer 1, Brückmann 2, Cuncic 2, Stumbaum 6, Trogisch 7, Botte 2, Kiebach 1, Körber

Von Peter Fritschler

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