Handball-Oberligist überzeugt

Erster Heimsieg: TSV Vellmar macht Kahl ganz klein

Überzeugte als Siebenmeterwerfer und quirliger Außenspieler: Vellmars Lance-Phil Stumbaum. Foto: Fischer

Vellmar. Lance-Phil Stumbaum fasste dieses Spiel ganz einfach zusammen: „Sensationell“ nannte er das, was er und sein Team TSV Vellmar an diesem Abend geleistet hatten: Mit 32:22 (18:9) erspielte und erkämpfte sich der heimische Handball-Oberligist gegen die HSG Kahl/Kleinostheim den ersten Heimsieg in dieser Saison – und zwei ganz wichtige Punkte bei dem Unterfangen, die untere Tabellenregion möglichst bald zu verlassen.

Stumbaum selbst steuerte neun Treffer zu diesem deutlichen Sieg bei. Er zeigte die Entschlossenheit, die er insgesamt in seiner Mannschaft ausgemacht hatte. Auch Trainer Gunnar Kliesch hatte nichts zu meckern. Im Gegenteil: „Es hat heute alles super zusammengepasst. Die Deckung stand sehr gut, und vorne wussten wir, wen wir werfen lassen mussten.“

So ergab sich eine erste Halbzeit zum Staunen. Vor allem durch Treffer von Martino Kordic und Peter Petrovszki aus dem Rückraum zog der TSV früh davon. Nach zehn Minuten stand es 8:2 für die Vellmarer, die den Gegner so sehr beherrschten, dass man annehmen durfte, die Gäste aus Unterfranken kämen aus Kahl/Ganzkleinostheim.

Interessant: Trotz des großen Vorsprungs hielt der TSV die Spannung aufrecht. Es gab bis kurz vor Schluss keine Schwächephase. Im Gegenteil: Die Mannschaft aus dem Tabellenkeller spielte sich gegen das Team aus dem Mittelfeld der Oberliga in einen kleinen Rausch – mit einer überraschenden Konsequenz, wie es Lance-Phil Stumbaum ausdrückte: 18:9 zur Pause, 24:11 nach 40 Minuten, 29:15 nach 50 Minuten. Die Vellmarer schienen all das nachholen zu wollen, was sie bisher in dieser Saison versäumt hatten.

Am Ende war es auch ein Sieg des Kollektivs, schließlich gab es keine Ausfälle. Neun Spieler trafen mindestens einmal – und im Tor war auf Christian Gumula einmal mehr Verlass. All das führte dazu, dass selbst Trainer Kliesch sich wunderte: „So ein Ergebnis – damit war nicht zu rechnen.“ Kliesch war unter der Woche krank. Nach dem Spiel ging es ihm schon wieder sichtlich besser.

TSV: Gumula (1. – 54.), Henkel (55. – 60., vorher 2x7m); Stumbaum 9/4, Kusan 3, Suton 2, Kordic 6, Kiebach 1, Heckmann 2, Giesbrecht 2, Petrovszki 5, Körber 2.

Von Florian Hagemann

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