Oberliga-Handballer gegen Gensungen/Felsberg bei 30:39 ohne Chance – Rekordkulisse von 600 Zuschauern

Vellmar verliert Derby deutlich

Nicht zu stoppen: Gensungens Stephan Untermann ist hier mal wieder vor Vellmars Felix Heckmann am Ball. Gensungen gewann das Derby 39:30. Fotos: Kasiewicz

Gensungen. Mit so einem klaren Spielverlauf hatte niemand gerechnet. Handball-Oberligist ESG Gensungen/Felsberg gewinnt sein Heimspiel gegen den TSV Vellmar 39:30 (19:11). Die Edertaler feierten damit den siebten Sieg in Serie, während auf Vellmar schwere Woche zukommen.

600 Zuschauer sorgten für eine Rekordkulisse in dieser Saison in der Kreissporthalle. Bei Vellmar kamen die Neuzugänge Andre Körber und Max Gribner zum Einsatz. Doch Herr im Haus war die ESG. Über 4:1 setzte sich der Gastgeber auf 8:3 ab. Vor allem der Abwehrverbund war für Vellmars Rückraum kaum zu überwinden. „Unsere beiden Halbspieler wurden offensiver gedeckt, womit wir fast nie klargekommen sind“, sagte TSV-Coach Gunnar Kliesch. Ausgehend von der starken Abwehr leitete die ESG immer wieder die erste und zweite Welle ein. Auch Torwart Marc Lauterbach war gut aufgelegt.

Übertroffen wurde er in der ersten Hälfte nur noch von seinem Gegenüber: Christian Gumula hielt in Hälfte eins starke zwölf Bälle. Das war das große Glück für die Gäste, denn sonst wäre die Partie wohl in einem Debakel geendet. Der Rückraum war in den ersten 30 Minuten überhaupt nicht vorhanden.

Vellmars Torjäger Peter Petrovszki traf nur einmal und leistete sich auch noch eine Undiszipliniertheit, was vier Minuten Unterzahl bedeutete. Gensungen hingegen war im Angriff kaum zu stoppen. Stephan Untermann konnte am Kreis ungehindert sein Torkonto in die Höhe schrauben. Stellenweise blieb Vellmar minutenlang ohne Torerfolg.

Technische Fehler bei Vellmar

In der zweiten Hälfte probierte ESG-Trainer Arnd Kauffeld einige taktische Feinheiten aus. „Ich nehme es daher auf meine Kappe, dass wir nicht noch weiter davongezogen sind“, sagte er. Die zweite Hälfte hatte fast schon etwas von einem Trainingsspiel. Bezeichnend: Kurz nach dem Seitenwechsel scheiterte Phil-Lance Stumbaum mit einem Siebenmeter an Lauterbach. Im Angriff wirbelte bei Gensungen jetzt vorwiegend Felix Rehberg am Kreis, und als Janis Balke aus der zweiten Mannschaft eingewechselt wurde und sogar traf, war klar: Heute hat bei Gensungen einfach alles gepasst. Damit kann die Kauffeld-Sieben jetzt sogar das obere Tabellendrittel in Angriff nehmen. „Hoffentlich nehmen wir den Schwung weiter mit“, sagte Stephan Untermann.

„Es waren insgesamt zu viele technische Fehler von uns. Gensungen hat völlig verdient gewonnen“, sagte nach dem Spiel Vellmar-Coach Kliesch, auf den in den nächsten Wochen der Abstiegskampf wartet.

Von Daniel Schneider

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