Handball-Oberliga: TSV schlägt SVH Kassel vor 900 Zuschauern in der Großsporthalle 36:23

Verdienter Vellmarer Derbysieg

Ausnahmsweise auf der SVH-Bank: Dino Duketis.

VELLMAR. Zufriedene Gesichter beim TSV Vellmar. Die Mannschaft von Trainer Gunnar Kliesch geht mit einem 36:23 (17:10)-Derbysieg über die SVH Kassel in die Winterpause bis zum 24. Januar. Und verließ bis dahin auch die Abstiegsplätze. Die Harleshäuser sind weiter Schlusslicht und können im Prinzip für die Landesliga planen.

Der TSV Vellmar war vor 900 Zuschauern in der Großsporthalle verdienter Derbysieger. Das sah auch SVH-Einmal-Trainer Dino Duketis (siehe Hintergrund) so. „Vellmar hat gut gespielt und hatte in Christian Gumula einen starken Torhüter, der Sieg geht in Ordnung.“ Duketis bemängelte, dass man in vielen Situationen den Gastgebern zu leichten Treffern verholfen habe, „alle Leichtfertigkeiten werden in der Oberliga sofort mit Gegentoren bestraft.“

Gunnar Kliesch lobte seine gesamte Mannschaft: „Wir haben heute hier als Team gewonnen.“ Auch als die Harleshäuser in der zweiten Halbzeit einmal auf fünf Tore herankamen, habe er nicht geglaubt, dass das Spiel kippe. „Ich habe in Heimspielen immer großes Vertrauen in die Mannschaft“, konstatierte er.

Der TSV Vellmar war durch Lance-Phil Stumbaum mit 1:0 in Führung gegangen, Niklas Plümacher hatte für die SVH ausgeglichen. Danach lagen bis zum Schlusspfiff die Gastgeber vorn, immer deutlich.

Die Harleshäuser mühten sich mit allen Kräften, verfielen jedoch immer wieder in alte Fehler. Zu statisch im Angriff, daher ausrechenbar, hohe Fehlerquote beim Abschluss und schlechtes Rückzugsverhalten. Das nutzte Vellmar mit konsequentem Spiel aus und führte zur Halbzeit schon mit 17:10.

Kurz nach der Pause musste Vellmars Eugen Gisbrecht für zwei Minuten auf die Bank und es kam ein leichter Bruch ins TSV-Spiel. Die SVH deckte offensiver, kam zu guten Möglichkeiten und auf 15:20 heran. Doch Vellmar fand wieder zu seinem Spiel, kehrte mit Macht zurück und warf zehn Tore in Folge bis zum 30:15 (51.). Spätestens da war die Partie entschieden.

Vellmar Torhüter Max Henkel, der wegen einer Zerrung im Rippenbogen nicht eingesetzt wurde, strahlte: „Ein verdienter Sieg nach einem guten Spiel.“ Pascal Zügler, nach der Pause im SVH-Tor, sagte: „Wir trainieren hart und viel, geben alles, aber es reicht eben nicht.“ TSV: Gumula, Henkel (n.e.); Kunz (n.e.), Stumbaum 9/1, Kusan 2, Suton 4, Brückmann 1, Kordic 1, Kiebach 1, Heckmann 4, Gisbrecht 6, Petrovszki 4, Körber 4 SVH: Frohmüller (49.-60), Zügler (31.-48.), Krätzig (1.-30.); Räbiger, Tataraga, Schlosser 3, Sellemann 2, Schuldes 4/1, Guthardt 1, Botte 2, Hofmeister, Plümacher 6, Konermann (n.e.), Damm 5

Von Peter Fritschler

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