Schiedsrichter-Soll nicht erfüllt

ESG verliert drei Punkte

Dieter Clobes

Gensungen. Die Freude über den ersten Saisonsieg ist der Ernüchterung gewichen. Beim Handball-Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg nämlich, der nach der Saison definitiv drei Punkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen bekommen wird.

„Vor zehn Jahren hatten wir noch 15, 16 Schiedsrichter“, berichtet ESG-Leiter Dieter Clobes, „mittlerweile ist es schwer, junge Leute dafür zu gewinnen. Und jetzt hatten wir nicht mehr genug.“ 13 hätte Gensungen/Felsberg vorweisen müssen, zehn konnte es nur.

Was Fragen aufwirft: Wieso hat der Verein eine dritte Männer-Mannschaft gemeldet? Denn hätte er das Team, das kurz nach Saisonbeginn wieder zurückgezogen wurde, gar nicht an den Start gebracht, hätte der Klub zwei Unparteiische weniger benötigt.

Wieso wurde vor der Spielzeit eine Frauenmannschaft gemeldet? Die Kluboberen hätten wissen müssen, dass auch dafür Referees mit Blick aufs Schiedsrichter-Soll erforderlich sind.

„Das war natürlich keine positive Nachricht, aber eben auch kein k.o-Schlag“, sagt Jan-Hendrik Walther. Der Gensunger Rechtsaußen und seine Kollegen wurden schon vor der erfolgreichen Partie in Dutenhofen (31:30) über die Entwicklung informiert - und haben sogleich eine Trotzreaktion gezeigt: „Wir werden das Beste aus dieser Situation machen und wollen alles dafür tun, dass es nicht am Ende auf drei Punkte ankommt.“

Da die SVH Kassel nach einer Information des hessischen Verbandes (HHV) zwei Zähler verlieren wird, treten am Samstag im Derby zwei Teams aufeinander, die beide mit einer Hypothek (minus 1) in den Rest der Oberliga-Runde gehen müssen.

Auch Ost/Mosheim betroffen

Der TSV Ost/Mosheim ist ebenfalls betroffen. So wird dem Männer-Landesligisten ein Zähler abgezogen. (bjm/ohm) Fotos: Kasiewicz/nh

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