Oberliga-Handballer beweisen beim 23:27 gegen Kahl/Kleinostheim Charakter

Handballer der SV Harleshausen verpassen Belohnung

Mit voller Kraft: Der Harleshäuser Daniel Botte (mit Ball), setzt sich hier gegen Hannes Geist (links) und Julius Kirchner von Kahl/ Kleinostheim durch. Foto: Malmus

Kassel. Harleshausen-Trainer Iljo Duketis hatte seine Handballer vorab als leichten Favoriten im Oberliga-Duell gegen die HSG Kahl-/Kleinostheim gesehen.

Zwar wurde das Schlusslicht der Favoritenrolle beim 23:27 (12:12) nicht ganz gerecht, aber die Harleshäuser bewiesen, dass sie sich immer mehr steigern. Nach drei Minuten hatte man aber zunächst den Eindruck, dass das Spiel so verläuft wie immer. 2:0 führten da die Gäste aus Unterfranken, doch dann kam die SVH besser ins Spiel. Zweimal glichen die Harleshäuser aus, ehe Faruk Tataraga sein Team beim 5:4 erstmals in Führung warf (11.). „Wir haben gut gespielt, es aber verpasst, in der Phase die Führung auszubauen“, meinte SVH-Trainer Duketis. Tatsächlich bissen sich die Gäste an der variablen 6:0-Deckung der SVH die Zähne aus. Im Gegenzug ließen die Gastgeber immer wieder Chancen liegen.

So waren es plötzlich die Gäste, die vor den 100 Zuschauern, darunter Ex-SVH-Trainer Hazim Prezic, mit 12:10 vorn lagen (28.). Die SVH steckte aber nicht auf und kam über Jannik Schlosser mit der Pausensirene zum Ausgleich. Es war erst das zweite Mal in dieser Saison, dass die SVH nicht mit einem Rückstand in die Pause ging.

Danach aber kosteten zehn Minuten der SVH den Sieg. „Ich habe der Mannschaft in der Pause gesagt, dass die Phase nach der Halbzeit sehr wichtig ist, aber die haben wir wieder verschlafen“, bemängelte Duketis. Passiv in der Abwehr, hektisch im Angriff - die SVH verfiel in alte Muster und lag plötzlich 14:20 hinten (40.).

Kämpferische Einstellung

Statt einem Schützenfest kämpften sich die Gastgeber aber zurück und waren beim 21:22 (50.) wieder dran. Der Ausgleich wollte aber nicht fallen. Milan Cermak verwarf einen Siebenmeter, im Gegenzug fiel das 23:21. Und als das nicht immer glücklich wirkende Schiedsrichterduo Budde/Ehlert in den letzten vier Minuten gleich zwei Zeitstrafen gegen die SVH aussprach, war auch ein Endspurt für die tapfer kämpfende SVH nicht mehr möglich. „Meine Mannschaft hat heute Charakter gezeigt, aber das Quäntchen Glück hat gefehlt“, fasste ein enttäuschter Duketis zusammen.

SVH: Zügler (1.-37.), Krätzig (ab. 37), Frohmüller (n.e.) - Hofmeister (n.e.), Räbiger, Tataraga 7, Sellemann, Schuldes 2, Botte 3, Cermak 3/2, Schlosser 1, Plümacher 2, Damm 2, Görges (n.e.), Guthardt 1, Konermann 2

Von Max Seidenfaden

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