ESG Gensungen/Felsberg gewinnt bei der SVH Kassel 39:26

Wende dank Wiegräfe

Dynamisch: ESG-Regisseur Benedikt Hütt (r.) zieht ab, Daniel Botte (SVH) kommt in dieser Szene zu spät. Foto: Fischer

Kassel. Am Ende war‘s dann doch noch eine klare Sache. Mit 39:26 (16:14) setzt sich die ESG Gensungen/Felsberg dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit im Derby der Handball-Oberliga bei der SVH Kassel durch. Ein Sieg, der von 100 Edertaler Fans unter den 350 Zuschauern bejubelt wurde.

Zumindest in der ersten Halbzeit waren die Gastgeber auf Augenhöhe und führten gegen den Favoriten (25.) sogar mit 14:13. Doch bis zum Pausenpfiff zog die ESG wieder mit zwei Treffern an den Kasselern vorbei. Und setzte sich in den ersten drei Minuten der zweiten Spielhälfte auf 19:14 ab.

Entscheidender Spieler für die ESG war in dieser Phase Jens Wiegräfe. Er nahm das Zepter in die Hand und traf dazu selbst viermal - Gensungen/Felsberg war auf der Siegerstraße.

Die SVH, die in den ersten 45 Minuten vor allem auf den starken Niklas Plümacher bauen konnte, verlor nun mehr und mehr den Faden. Weil Gäste kompakter auftraten. Die Abwehr störte die Wege von Plümacher jetzt energischer. Dazu wurde im Angriff mehr Druck gemacht und die Chancen konsequent genutzt.

Bei der SVH ließen dann ob des dynamischen Gensunger Spiels zusehends die Kräfte nach, was zu technischen Fehlern im Angriff führte, die von den Edertalern per erstern und zweiter Welle postwendend bestraft wurden. Dabeiwaren besonders die Außen Hannes Bauer und Jan-Hendrik Walther nicht zu halten.

ESG-Trainer Arnd Kauffeld machte als „Schlüsselspieler“ seinen Rückraumrecken Jens Wiegräfe aus: „Als er das Spiel an sich riss, lief es bei uns.“ Die Probleme vor der Pause führte er darauf zurück, „dass wir Niklas Plümacher zuviel Raum gelassen haben.“ Sein Kollege Iljo Duketis war trotz der Niederlage zufrieden mit seiner Mannschaft: „Die Jungs haben alles gegeben, mehr geht nicht. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt.“ • SVH: Krätzig (1.-43.), Frohmüller (44.-60.); Räbiger. Schuldes 2, Botte 2, Schlosser 3, Plümacher 9, Damm 1, Cermak 2, Görges 2, Guthardt 2, Konermann 3 ESG: Lauterbach (1.-45.), Wicke (46.-60.); Bauer 7, Rehberg 1, Hütt 6, Untermann 4/2, Trogisch 1, Wrzosek, Pregler 6, Wiegräfe 4, Schneider 3, Walther 5, Balke 2 SR: Reuther/Tobiasch (Idstein). Zuschauer: 350.

Von Peter Fritschler

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