Bauer treffsicher – Lauterbach stark

Gensungen/Felsberg: HSG Wettenberg war diesmal fällig

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Freude über einen souveränen Sieg gegen einen vermeintlichen Angstgegner: die Gensunger Cornelius Feuring (l.) und Hannes Bauer. 

Gensungen. Die ESG Gensungen/Felsberg spielte sich phasenweise fast in einen Rausch. Die Konsequenz: ein 31:25-Erfolg gegen die HSG Wettenberg. 

Das war der erste Edertaler Sieg gegen den Aufsteiger von 2015 überhaupt. „Diesmal war Wettenberg fällig“, konnte ESG-Trainer Arnd Kauffeld nach dem Spiel mit Fug und Recht behaupten. In Übereinstimmung mit seinem Kollegen Axel Spandau, der den Gastgebern insbesondere im Rückraum „klare Vorteile“ attestierte. Kein Wunder also, dass die starken „Halben“ Franco Rossel und Cornelius Feuring den Mittelhessen mit fünf Treffern in Folge zum 28:21 (54.) den Rest gaben. „Mir liegt die finale Phase“, meinte Torjäger Rossel, der schon beim vorausgegangenen Derbysieg in Vellmar für die Entscheidung gesorgt hatte.

Diesen Schub habe, so der 22-Jährige, die Mannschaft mitgenommen. Und mit einem klaren Plan den Angstgegner entzaubert. Erst ging sie der unangenehmen Wettenberger Deckung mit einfachen Toren aus der ersten und zweiten Welle aus dem Weg, dann wurde diese nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. Ein Verdienst von Spielmacher Benedikt Hütt, der laut Arnd Kauffeld „das Zepter immer in der Hand hatte“.

Und dabei auch die Außen einzusetzen wusste, wobei sich insbesondere Hannes Bauer als dankbarer Vollstrecker entpuppte. „Ausgeguckt“ habe er bei seinen sieben Toren den gegnerischen Torwart Jan Stroh, der nach 25 Minuten entnervt ausgewechselt wurde. Sein Kollege Marc Lauterbach war bis dahin schon mehrfach für seine Paraden gefeiert worden und kam in der „bisher stärksten ersten Halbzeit der Saison“ (Bauer) auf 50 Prozent gehaltener Bälle.

Eine Quote der Extraklasse, die auch der exzellenten Zusammenarbeit mit seinen aufmerksamen und aggressiven Vorderleuten geschuldet war. „Sehr präsent“ fand der ESG-Coach seine Defensive und lobte darüber hinaus ihren „unbedingten Umschaltwillen“.

Als dann auch noch Hannes Bauer und Maik Gerhold direkt nach der Pause auf 18:10 erhöhten, bahnte sich für die HSG gar ein Debakel an. Doch, statt endgültig wegzuziehen, ließ Gensungen nun die Zügel etwas schleifen. „Das ist zu einfach“, kommentierte Torwart Lauterbach die Gegentore von Niclas Puhl und Max Kühn zum 20:15 (37.). Als Dragan Nenad auf 21:17 (40.) verkürzte, hatten die Gäste endgültig Lunte gerochen - und waren nach Weises Treffer zum 23:21 (49.) wieder „dran“.

Ein letztlich erfolgloses Aufbäumen, weil die Edertaler statt nervös zu werden in der Schlussphase den Schalter noch mal umzulegen wussten. Trainer Kauffeld freute sich über diesen „schnellen Reifeprozess“ statt zu kritisieren, dass seine Schützlinge ein überlegen geführtes Spiel fast noch aus der Hand gegeben hätten. So blieb bei seinen Manen vor dem kommenden schweren Auswärtsspiel in Groß-Umstadt (Dienstag 17 Uhr) trotz der besten Saisonleistung noch Luft nach oben. Gens./Felsberg: Lauterbach (18 Paraden/21 Gegentore), Mügge (bei vier Siebenmeter, ab 59., 1/4); Bauer 7, Rossel 7, Gerhold 3, Alscher, Hütt 1, Schmidt, Otto 1/1, Feuring 6, Schneider, Koch 1, Walther 5, Rohde, Pollmer. Wettenberg: Dellner (ab 25., 9/17), Stroh 1 (4/14); Nenad 2, N. Puhl 2, Becker 3, Olbert 1, S. Puhl 2, Warnke 6/4, Schneider, Henkel 2, Köhler 3, Kneissl, Kühn 2, Weise 2. SR: D. Adam/S. Adam (Hofgeismar). Zuschauer: 350. Zeitstrafen: 6:8-Minuten. Siebenmeter: 1/3:4/5.

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