Widrigen Umständen trotzen

Handball-Oberligist ESG Gensungen/ Felsberg trifft auf den TV Kirchzell

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Volle Kraft voraus: Gensungens Kapitän Christoph Koch (am Ball), hier gegen Umstadt-Habitzheims Benjamin Göttmann, ist mit der ESG heiß auf eine Revanche gegen Kirchzell.

Gensungen. Es geht um die Handball-Oberliga Hessen. Aber am Samstag ab 19.30 Uhr gastiert eine Mannschaft aus Bayern in der Gensunger Kreissporthalle. 

Kirchzell liegt in Unterfranken und ist den hessischen Oberligisten geografisch näher als die vergleichbaren bayrischen Klubs. Der Drittliga-Absteiger rangiert auf dem vierten Tabellenplatz und hat bisher drei Punkte mehr auf der Habenseite verbucht als die auf Rang sechs positionierte ESG Gensungen/Felsberg.

Nach dem Abstieg hatte der TV zahlreiche Abgänge zu verkraften, präsentiert sich nun runderneuert, aber nicht unbedingt leistungsschwächer. Im Hinspiel war den Kirchzellern anzumerken, dass sich die Mannschaft noch nicht gefunden hatte, sodass die ESG lange wie der sichere Sieger aussah. Aber in der Schlussphase deuteten die Unterfranken ihre Stärke an und feierten einen 30:26-Erfolg. Damals waren es die Rückraumspieler Jonas Wuth und Maximilian Gläser sowie Kreisläufer Nico Polixenidis, die für die Wende sorgten. Zudem entpuppte sich Torwart Niklas Eul als starker Rückhalt.

Jetzt – viereinhalb Monate später – muss sich ESG-Trainer Arnd Kauffeld erneut mit dem Hinspiel auseinandersetzen, das zunächst ganz und gar nach seinem Geschmack verlief, ehe die Schlussphase für Ernüchterung sorgte. Es soll keine Ausrede sein, aber Kauffeld erwähnt, dass seine ESG Anfang Oktober ihr erstes Saisonspiel bestritt, während die Kirchzeller vor dem Gensunger Gastspiel zwei Partien in der Oberliga absolviert hatten. Auch vor dem Rückspiel sind die Umstände im Edertal alles andere als optimal.

Zum Wochenbeginn erschienen nur vier Feldspieler beim Training, denn Verletzungen, Erkrankungen und berufliche Verpflichtungen verhinderten eine größere Beteiligung. Nur Christoph Koch, Jan-Hendrik Otto, Franco Rossel und Benedikt Hütt waren fit und hatten Zeit. Am Samstag werden Tim Schneider, Cornelius Feuring, Jan Pollmer und Maik Gerhold definitiv fehlen.

Aber wieder legt Kauffeld Wert auf die Feststellung, dass er keine Ausreden akzeptiert. „Man kann sich in so ein Spiel reinbeißen, obwohl unter der Woche die Bedingungen nicht optimal waren“, sagt der ESG-Trainer. Mut macht ihm zudem der Auftritt seiner Mannschaft beim Tabellenführer Dutenhofen/Münchholzhausen. Trotz der 27:31-Niederlage war der Coach zufrieden. Besonders gefallen haben ihm die Abwehrarbeit und der Positionsangriff. Luft nach oben gibt es vor allem bei den Tempogegenstößen. 

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