Samstags-Interview

Vellmars Lance-Phil Stumbaum über die vorentscheidende Partie gegen Holzheim

Kämpferisch: Vellmars Linksaußen Lance-Phil Stumbaum ist sich vor dem wegweisenden Spiel gegen Holzheim sicher, dass der TSV auch in der kommenden Saison in der Oberliga spielen wird. Archivfoto: Schachtschneider

Vellmar. Die Oberliga-Handballer des TSV Vellmar gehen in ein vorentscheidendes Wochenende. Wenn der Vorletzte am Sonntag ab 18 Uhr in eigener Halle die nur einen Rang besser stehende TuS Holzheim empfängt, braucht der TSV dringend einen Sieg.

Zuletzt aber verlor Vellmar achtmal in Folge. Vellmars Linksaußen Lance Phil Stumbaum weiß um die Bedeutung der Partie für den TSV.

Sechs Spieltage vor dem Ende hat Vellmar fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Ein Sieg gegen Holzheim ist also Pflicht, oder?

Lance-Phil Stumbaum: Die Partie ist für uns der letzte Strohhalm. Wir denken gar nichts ans Verlieren und haben die Woche über fokussiert trainiert. Aber wir müssen dann auch die Leistung aufs Parkett bringen.

Wäre eine Niederlage gleichbedeutend mit dem Abstieg?

Stumbaum: Davon kann man ausgehen. Rechnerisch wäre zwar noch alles möglich, aber danach den Hebel nochmals umzulegen, wäre schwer.

Im Jahr 2015 hat der TSV alle acht Spiele verloren. Was muss denn besser laufen, damit es endlich mit dem ersten Sieg klappt?

Stumbaum: Wir brauchen endlich eine konstante Leistung und müssen mal erkennen, dass ein Spiel nicht nur 30 oder 35 Minuten dauert. Es wäre schon mal ein Anfang, wenn wir über 50 Minuten unsere Leistung abrufen. Dazu kommt noch unsere Chancenverwertung. Fakt ist, dass wir viel zu viele freie Chancen vergeben und dass wir das dringend ändern müssen.

Das Hinspiel hat Vellmar Mitte Oktober 28:32 verloren. Achtet man jetzt auch auf den direkten Vergleich?

Stumbaum: Es wäre schön, wenn wir den direkten Vergleich gewinnen würden. Das sind auch nur fünf Tore und das ist definitiv machbar. Wir haben in Heimspielen gegen Spitzenteams wie Pohlheim phasenweise sehr gut mitgehalten, deshalb glauben wir an unsere Chance

Nach acht sieglosen Spielen ist es aber sicherlich schwer, irgendwie Selbstvertrauen aufzubauen, oder?

Stumbaum; Das ist auch etwas, worauf wir uns im Training konzentriert haben. Dort haben wir Wettkampfsituationen simuliert, immer wieder mit wechselnden Nebenspielern. So versuchen wir, Siegeswillen zu entwickeln.

Wie kann man denn eigentlich den Absturz von Rang sechs in der Vorsaison auf den vorletzten Platz jetzt erklären?

Stumbaum: Da spielen sicherlich mehrere Faktoren ein Rolle. Die Abgänge von Benjamin Gunkel, Stephan Untermann und Jannik Steiner vor der Saison haben uns sehr weh getan. Das waren Spieler mit Persönlichkeit, die auch Verantwortung übernommen haben. Wir mussten dadurch viel ergänzen, was auch ganz gut geklappt hat. Doch hat uns die Zeit nicht gereicht, um uns einzuspielen. Dazu kommt noch, dass wir die ganze Saison eine Pechsträhne bei der Grippewelle und Verletzungen hatten. Ich bin auch erst diese Woche wieder ins Training eingestiegen und habe noch konditionellen Rückstand.

Bei fünf Punkten Rückstand auf Hüttenberg braucht es sicherlich auch Schützenhilfe von anderen Teams, oder?

Stumbaum: Wir haben während der Saison den Fehler gemacht, dass wir zu sehr auf die anderen Teams geachtet haben. Wenn wir unsere Hausaufgaben nicht erledigen, brauchen wir auch gar nicht auf die anderen Teams zu achten, denn dann steigen wir ab. Aber sicherlich ist es so, dass Hüttenberg in den Heimspielen gegen die SVH und Griesheim Federn lassen muss.

Sie haben erst kürzlich Ihren Vertrag verlängert – ebenso wie Christian Gumulla und Robin Kiebach. Benny Gunkel kommt zur neuen Saison zurück. Ist das auch ein Signal an den Rest der Mannschaft?

Stumbaum: Vellmar ist für uns eine Herzensangelegenheit, und wir glauben daran, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen. Und wenn wir wirklich absteigen sollten, dann wollen wir auch gemeinsam den Karren aus dem Dreck holen.

Von Max Seidenfaden

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