Mit „Wir-Gefühl“ nach oben

Gensungen/Felsberg: Neuzugänge schon gut integriert

+
Der Gensunger Trainer und seine neuen Hoffnungsträger: Trainer Arnd Kauffeld mit den Neuzugängen Daniel Grothnes (2. Mannschaft), Marian Mügge, Dave Alscher, Cornelius Feuring und Christian Rohde. Der ESG-Coach wird weiterhin von Co-Trainer Mario Schumacher (rechts) unterstützt. 

Gensungen. Sowohl zu hohen Druck als auch Langeweile will Jan-Hendrik Otto in der fünften Oberliga-Saison der ESG Gensungen/Felsberg vermeiden.

„Mehr Brisanz“ wünscht sich der Rechtsaußen nach dem eher unscheinbaren sechsten Platz in der letzten Saison. Da macht auch sein Trainer mit. „Es wäre schön, wenn wir uns diesmal in der Spitzengruppe etablieren könnten“, sagt Arnd Kauffeld, ohne deshalb die Edertaler zum Aufstiegsfavoriten zu küren. Diese Rolle ist für ihn Drittliga-Absteiger Groß-Umstadt sowie dem ersten Heimgegner Dutenhofen/Münchholzhausen II (am 24.9) vorbehalten.

Der heimische Handball-Oberligist selbst will an die starke Rückrunde der letzten Spielzeit (17:9-Punkte) anknüpfen. Und dabei laut dem ESG-Coach einen weiteren Schritt nach vorn machen. Der sich in der Vorbereitung durchaus schon andeutete. Dank einer positiven Wechselbilanz („Wir sind breiter aufgestellt“) und aufgrund eines „neuen Geistes“, den Arnd Kauffeld ausgemacht hat: „Die Mannschaft hat schon ein echtes Wir-Gefühl entwickelt.“ Hilfreich dabei, dass die Integration der Neuzugänge Cornelius Feuring, Dave Alscher, Christian Rohde und Marian Mügge weitgehend reibungslos verlief. Dazu kommen Spieler wie Vince Schmidt und Franco Rossel, denen nach ihrem (späten) Aufwärtstrend in der Saison 2016/2017 in der kommenden eine weitere Steigerung und damit eine Führungsrolle im Team zuzutrauen ist.

So ist mittlerweile jede Position (fast) gleichwertig doppelt besetzt, hat besonders der Rückraum mit einem zweiten Linkshänder (neben Tim Schneider der Ex-MTer Cornelius Feuring) an Dynamik gewonnen. Das gilt es im Positionsangriff für flexible Positionswechsel in die Tiefe zu nutzen, um so Durchbrüche mit guten Abschlussmöglichkeiten zu ermöglichen. Aber auch für ein Erfolg versprechendes Zusammenspiel mit dem Kreis, schließlich verfügt die ESG mit Christoph Koch über einen der besten Kreisläufer der Liga.

Weiterhin hat Gensungens Coach am Gegenstoßspiel gefeilt: „Da müssen wir einfach noch disziplinierter werden.“ In der Defensive soll ein zweites Abwehrsystem (neben der 6:0-Basisdeckung) den Gegner, wenn nötig, vor neue und knifflige Aufgaben stellen. Als „Indianer“ einer 5:1-Formation hat sich dabei Vince Schmidt empfohlen.

Ein überzeugender 37:28-Erfolg am letzten Wochenende gegen Klassenkamerad Pohlheim im Rahmen eines Trainingslagers in Mittelhessen offenbarte, dass die Mannschaft „auf einem guten Weg ist“ (Kauffeld). Davon sollen bei der Saisoneröffnung (Samstag ab 17 Uhr gegen den Oberligisten HSG Wettenberg) auch die eigenen Fans überzeugt werden, ehe zwei Wochen später (24.9) bei Berücksichtigung des ehrgeizigen, aber keineswegs unrealistischen Saisonziels gleich ein vermeintliches Spitzenspiel in der Gensunger Kreissporthalle auf dem Programm steht.

Von Ralf Ohm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.