Männer-Oberliga: Gensungen/Felsberg beklagt Ausfall von Gerhold und Pollmer – nun ist Alscher gefordert

„Wir müssen ehrfürchtig bleiben“

Cornelius

Gensungen. Keine Frage, sie ging als Mannschaft der Stunde in die Weihnachtspause der Handball-Oberliga. Nach vier Siegen aus den letzten vier Spielen und insgesamt acht Erfolgen bei nur einer Niederlage seit dem dritten Spieltag wird die ESG Gensungen/Felsberg von der Konkurrenz sogar als Meisterschaftsanwärter gehandelt.

„Natürlich haben uns die Siege gut getan, was auch zu einer gewissen Lockerheit im Training beigetragen hat“, sagt Trainer Kauffeld. Aber auch: „Trotzdem wissen wir im Moment nicht so richtig, wo wir stehen.“ Der Grund: Verletzungspech und der Ausfall von zwei weiteren Leistungsträgern, so dass die ESG in den kommenden Spielen nicht nur auf den langzeitverletzten Tim Schneider, sondern auch auf Jan Pollmer (Schulterverletzung) und Maik Gerhold (Kahnbeinbruch) verzichten. „Da darf jetzt nichts mehr passieren“, weiß der ESG-Coach um die personellen Risiken.

Besonders der Ausfall von Kreisläufer Gerhold trifft Gensungen ins Mark, bricht doch damit vorerst die zuletzt so erfolgreiche 4:2-Variante im Positionsangriff weg. Immerhin ist Cornelius Feuring nach seinem Mittelhandbruch zurück, so dass Arnd Kauffeld wieder über einen Linkshänder im rechten Rückraum verfügt, der beim 28:28 im Testspiel gegen Wettenberg ein starkes Comeback feierte.

So ganz verzichten will Gensungens Trainer auf die Variante mit zwei Kreisläufern, die sich nach Feurings Ausfall von einer Notlösung zu einer das eigene Spiel bereichernden Option entwickelt hat, aber nicht. Dave Alscher soll umfunktioniert werden und neben Christoph Koch in der Nahwurfzone wirbeln.

Schlüsselspiel in Wiesbaden

Der Ex-Korbacher wird darüber hinaus als Gerhold-Ersatz im Mittelblock gehandelt. Mit dieser Aufgabe soll sich auch Rückraumrecke Franco Rossel anfreunden. Ansonsten hat Arnd Kauffeld im Training neben der 6:0-Standarddeckung eine 5:1-Variante einstudiert. Mit dem Strategen Vince Schmidt als vorgezogenen Spieler: „Er ist ein Super-Ballklauerer.“

Der Spielplan macht‘s möglich, dass Gensungen/Felsberg mit einem Sieg im kommenden Spiel bei der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (20.1) zum Führungsduo aufschließen könnte. Ein „Schlüsselspiel“ (Kauffeld) also und rein tabellarisch eine machbare Aufgabe, immerhin gastiert der Vierte beim Elften.

Doch der ESG-Trainer warnt: „Wir müssen ehrfürchtig bleiben.“ Und: „Träumen verboten“, denn das könnte die Konzentration aufs Wesentliche beeinträchtigen. Darauf nämlich, trotz personeller Probleme den Erfolgsweg fortzusetzen. Foto: Hahn/nh

Von Ralf Ohm

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