Oberliga: Gensungen/Felsberg verliert nach sechs Heimsiegen in Serie 29:36 gegen Wetzlarer Unterbau

ESG wird Anspruch nicht gerecht

Fokus auf die beiden treffsichersten Spieler: Maximilian Pregler (links) traf achtmal für die ESG Gensungen/Felsberg. Ein Tor mehr gelang Julian Wallwaey, der mit der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II in Gensungen gewann. Foto: Hahn

Gensungen. Vielleicht waren die Vorzeichen einfach zu gut. Sechs Heimspiele in Serie hatte die ESG Gensungen/Felsberg in der Handball-Oberliga gewonnen. 500 Zuschauer sorgten in der „Hölle Nord“ für einen würdigen Rahmen und bekamen vom Freundeskreis der ESG einen Flyer mit dem Motto „Gemeinsam zurück in die 3. Liga“ ans Herz gelegt. Mutig, aber durchaus realistisch mit Blick auf den verstärkten Kader für die kommende Runde. Nur die Leistung des Teams von Arnd Kauffeld passte nicht ins Bild, denn das verlor gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 29:36 (15:19).

„Wenn man den Anspruch hat, im Konzert der guten Mannschaften mitzuspielen, dann muss man mehr machen. Wir haben nicht das gezeigt, was wir können“, haderte Kauffeld. Der ESG-Coach wollte nicht als Ausrede geltend machen, dass er bis auf das Abschlusstraining am Freitag aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen nur sechs bis acht Akteure in den Einheiten zur Verfügung hatte. „Wir sind als Team jetzt lange genug zusammen, dass die Automatismen auch so greifen müssten. Wir haben zu viele einfache Fehler im Angriff gemacht und sind mit dem Blockspiel des Gegners nicht zurecht gekommen“, ärgerte sich Maximilian Pregler.

Dem Rückraum-Ass war es in der Anfangsphase fast allein zu verdanken, dass die ESG nicht einen hoffnungslosen Fehlstart hinlegte. Pregler gelang es zunächst als einzigem, sich in Szene zu setzen und markierte bis zum 7:7 (13.) fünf Treffer. „Das war unsere beste Phase, weil wir im Angriff mit zwei Kreisläufern recht gut agiert haben und unsere Außen wie praktisch die ganze Saison über sicher ihre Chancen genutzt haben“, sagte der 21-Jährige.

Ein Strohfeuer allerdings, das über 10:8 (15.) und 12:10 (19.) entfacht wurde, aber ebenso schnell erlosch, weil die taktisch gut ausgebildeten Gäste als Unterbau von Bundesligist HSG Wetzlar das Tempo anzogen, den Spieß bis zur Pause (19:15) umdrehten und die Gastgeber nie mehr als auf drei Tore herankommen ließen. „Neben Spitzenreiter Gelnhausen war das die stärkste Mannschaft hier“, lobte Kauffeld.

Vor allem Linksaußen Julian Wallwaey (9 Treffer) und Rückraumspieler Marvin Lendenstruth (8) bekam die ESG nie in den Griff. „In der Abwehr hat die Umstellung von 3:2:1 auf 6:0 gefruchtet. Die Absprachen haben super geklappt, so dass wir über die erste und zweite Welle das Spiel entscheiden konnten“, freute sich HSG-Coach Andreas Klimpke. Umso unverständlicher, dass sich ausgerechnet Wallwaey, Lindenstruth und in der Schlussminute Edi Pjanic theatralisch fallen ließen und somit das Schiedsrichter-Duo Lahaye/Sommerfeld beeinflussten. • Gensungen/Felsberg: Lauterbach (7 Paraden/18 Gegentore), Wicke (7/18) - Bauer 5, Balke, Rehberg 2, Hütt, Untermann 5/1, Trogisch 2, Wrzosek, Pregler 8/2, Wiegräfe, Schneider 1, Walther 6. Dutenhofen/Münch.: Gümbel (2/11), Hanemann (10/18) - J. Wallwaey 9, Pjanic 2, Lindenstruth 8, L. Wallwaey 3, J. Weber, Köhn, Schnaus 1, Loh 4, T. Weber 2, Funck 3, Apel 1, Jung 3/3. SR: Lahaye/Sommerfeld (Offenbach/Neudorf) - Z: 500. Siebenmeter: 5/3:4/3. Zeitstrafen: 6:6 Minuten.

Von Sebastian Schmidt

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