Oberliga: Gensungen gelingt mit 29:26-Coup bei Drittliga-Absteiger vierter Sieg in Folge

ESG zeigt „Auswärtsmentalität“

Nicht zu halten: ESG-Kreisläufer Christoph Koch, der fünf Treffer zum Gensunger 29:26-Sieg beitrug. Foto: Hahn

Groß-Umstadt. Genauso geht‘s. Genau so lässt sich in der ausgeglichenen Handball-Oberliga auch in der Fremde bestehen. Indem die Gäste allen Unwägbarkeiten in einem hektischen Umfeld trotzen und ihr Spiel durchziehen. Wie die ESG Gensungen/Felsberg beim 29:26 (13:11)-Coup beim Drittliga-Absteiger MSG Umstadt/Habitzheim. „Wir haben Auswärtsmentalität gezeigt“, freute sich ESG-Trainer Kauffeld.

Gemeint war, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit vier Zeitstrafen (MSG: keine) wegsteckte und sich auch von weiteren umstrittenen Entscheidungen der Schiedsrichter nicht beirren ließ. Gemeint war, dass sie den Ausfall von Cornelius Feuring (Handverletzung) nach dem Wechsel kompensierte. Und gemeint war, dass sie in der entscheidenden Phase eiskalt zuschlug. Als nämlich die Gastgeber nach Sokicic‘ Ausgleich zum 24:24 (56.) auf offene Deckung umschalteten und ausgeguckt wurden. Vornehmlich von Spielmacher Benedikt Hütt und Linksaußen Hannes Bauer, die für die letzten fünf Edertaler Treffer verantwortlich waren.

Bis dahin war‘s ein mitreißender Kampf auf Augenhöhe gewesen. Die einzige kleine Gensunger Schwächephase nutzten die Südhessen, um aus einem 6:7-Rückstand (16.) einen 10:7-Vorsprung (20.) zu machen. Der ging auch auf das Konto des eingewechselten Torwarts Marcel Bolling.

Doch die ESG konterte sofort. Und wirkungsvoll. Die Achse Hütt-Koch nahm Fahrt auf und sorgte mit vier Treffern in Folge für eine 11:10-Führung (25.). Assistiert von einer sattelfesten 6:0-Deckung, die den prominenten Umstädter Positionsangriff gut im Griff hatte. Sokicic, Teuner und Co. scheiterten dabei auch einige Male am glänzend aufgelegten ESG-Schlussmann Marc Lauterbach.

„Ihr müsst mutig bleiben“, gab Arnd Kauffeld seinen Schützlinge für die zweite Halbzeit mit auf den Weg. Außerdem feilte er am Rückzugsverhalten seiner Mannen, so dass fortan „einfache Tore“ der MSG die Ausnahme blieben.

Ja, sie hatten dank eines höchst variablen Angriffs mit einem durchschlagskräftigen Franco Rossel durchaus Vorteile, konnten sich aber (noch) nicht absetzen. Auch nach Walthers Treffer zum 18:20 (46.) und zum 21:23 (54.) nicht. Blieben aber dran. Und belohnten sich schließlich für ihre Beharrlichkeit.

Mit dem vierten - und wohl bisher wertvollsten - Sieg in Folge. Der unterstreicht einen Aufwärtstrend und Reifeprozess nach schleppendem Saisonstart, der die Edertaler am Samstag durchaus zuversichtlich nach Pohlheim reisen lässt. Ein ähnlicher Härtetest wie in Groß-Umstadt. Aber mit der noch frischen Erfahrung im Gepäck, wie es auch dort klappen könnte. • Gens./Felsberg: Lauterbach, Mügge; Bauer 3, Rossel 6, Gerhold 1, Alscher, Hütt 5, Schmidt 2, Otto 1/1, Feuring 2, Schneider, Koch 5, Walther 4, Pollmer. SR: Kaplan/Scheld. Zeitstrafen: 4:8-Minuten. Siebenmeter: 2/2:2/1. (ohm)

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