Handball-Oberligist SVH Kassel unterliegt dem Spitzenreiter TV Gelnhausen 29:35

Nur zweite Halbzeit gewonnen

Das Tor im Visier: Niklas Plümacher (links) kommt in dieser Szene gegen den Gelnhäuser Philipp Deinert zum Wurf. Foto: Schachtschneider

kassel. Mit 29:35 (13:21) unterlag Handball-Oberligist SVH Kassel dem Spitzenreiter TV Gelnhausen und zeigte sich gegenüber der Niederlage gegen Pohlheim vor Wochenfrist verbessert. Auch wenn es keinen Extrabonus dafür gibt, die Harleshäuser konnten die zweite Halbzeit mit 16:14 für sich entscheiden.

Die Südhessen führten nach knapp 16 Minuten klar mit 13:5 und Trainer Andras Kalman setzte mehr und mehr die Akteure ein, die sonst nicht so viel Spielzeiten haben. Das war sicher ein Grund dafür, dass die SVH gerade in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel kam. Ein anderer war der, dass die Gastgeber konsequenter im Angriff spielten und den einfachen Weg zum gegnerischen Tor suchten.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass wir noch Handball spielen können“, befand denn auch Torwart Pascal Zügler. Er war für Lukas Frohmüller, der in den ersten 30 Minuten eine blitzsaubere Leistung bot, in den Kasten gekommen.

„Wir machen uns das Leben selbst schwer“, sagte SVH-Trainer Iljo Duketis. „Wir machen gleich zu Beginn des Spiels unsere alten Fehler und geraten schnell ins Hintertreffen. Das ist eine Ohrfeige für die Moral.“ Mit dem weiteren Verlauf des Spiels war Duketis dann zufriedener: „Unsere Torausbeute lag heute bei 60 Prozent, gegen Pohlheim waren es vielleicht 30 Prozent.“

Der SVH Kassel hätte etwas mehr Ruhe in den ersten Minuten in der Tat besser getan. So agierte man wieder zu hastig, versuchte, gegen den starken Gegner das Spiel schnell zu machen, anstatt Tempo herauszunehmen. Allerdings gelang diesmal auch nach drei Minuten der erste Treffer und nicht erst nach zehn wie zuletzt gegen Pohlheim.

Die Harleshäuser wirkten gegen Gelnhausen vor knapp 100 Zuschauern insgesamt als Mannschaft kompakter als in den letzten Spielen. Die Abwehr stand besser zusammen, reagierte auf Duketis’ Umstellung ohne Probleme. Dass man gegen eine Topmannschaft wie Gelnhausen trotzdem 35 Tore fängt, lässt sich wohl kaum vermeiden.

„In der Mannschaft steckt noch mehr Potenzial“, sagt Iljo Duketis. „Ich sehe doch, was wir für Fortschritte machen. Und ich weiß auch, wie sich jeder Einzelne im Training reinhaut.“ Dass die SVH in der Partie gegen Gelnhausen die zweite Halbzeit gewonnen hat, spielt für Duketis eigentlich keine Rolle. Aber „unsere Torausbeute war gut, das war ein echter Fortschritt.“

Ein kleines Sonderlob dürfte sich diesmal Niklas Plümacher verdient haben. Er erzielte sechs Treffer und zeigte Rückraumqualitäten. SVH: Frohmüller (1.-30.), Zügler31.-60.); Hofmeister 1, Räbiger 2, Tataraga (n.e.), Schuldes 6, Botte 7, Guthardt, Schlosser 1, Konermann 1, Görges, Cermak 3/1, Sellemann 2, Plümacher 6/1

Von Peter Fritschler

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