Oberliga: Erhebliche Leistungssteigerung nach der Pause

Rückraum-Ass Anne Kühlborn führt Böddiger zum 32:24-Erfolg gegen Sulzbach

+
Starke Vorstellung: Anne Kühlborn (am Ball), hier angegriffen von Sulzbach/Leiderbachs Christine Burgard (Nummer 91), überragte beim Kantersieg von Eintracht Böddiger im Kellerduell.

Felsberg. Wohl selten zuvor hat eine Halbzeitpause für einen derartigen Umschwung gesorgt. Im ersten Durchgang noch nervös im Angriff und unkonzentriert in der Verteidigung, präsentierten sich die Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger in der zweiten Hälfte wie ausgewechselt.

Und feierten dank einer erheblichen Leistungssteigerung mit dem 32:24 (10:11) gegen den bereits feststehenden Absteiger HSG Sulzbach/Leidersbach den wichtigen achten Saisonsieg im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga.

Die Wende kam kurz nach dem Seitenwechsel – in Unterzahl. Nachdem TSV-Linksaußen Hanna Theis eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert hatte (31.), waren es nicht die Gäste, die aus der Überzahl Kapital schlugen, sondern die Eintracht. Zunächst traf die durchsetzungsstarke Abwehrchefin Katrin Benda (sieben Tore) mit einer feinen Einzelleistung, dann parierte die eingewechselte Torhüterin Katja Frommann prächtig und Anne Kühlborn drehte die Partie im Gegenzug mit einem ihrer präzisen Rückraumwürfe in den Winkel.

Die Initialzündung: Daraufhin setzten sich die Gastgeberinnen, angetrieben durch eine nun kompromisslos zupackende Defensive um die reaktionsschnelle Frommann (19 Paraden), die ihr Tor förmlich vernagelte und die glänzend aufspielende Kühlborn (10), entscheidend ab. Aus einem 12:12-Zwischenstand wurde so binnen zehn Minuten ein beruhigender 22:15-Vorsprung (43.).

„Anne hat sich heute ein Sonderlob verdient. Sie hat es überragend im Angriff gemacht“, würdigte Trainerin Lena Hildebrand die Leistung der 21-Jährigen, die auch in der ersten Hälfte offensiv für ihre erfahreneren Kolleginnen wie die diesmal eher unauffällige Christin Schene (6/2) und die verletzt ausgewechselte Julia Hasper (15.) in die Bresche sprang. Das musste sie auch, denn viel zu häufig leisteten sich die Hildebrand-Schützlinge leichtsinnige Ballverluste oder ließen die HSG-Akteurinnen um die wendige Janina Hess in ihrer 5:1-Deckung gewähren.

Der Druck, gewinnen zu müssen, war spürbar. Kühlborn aber blieb cool: „Wir mussten die Punkte unbedingt holen, das hat mich extra motiviert.“ Auch in der Schlussphase blieb das 1,85 Meter große Rückraum-Ass ein Aktivposten und baute, vornehmlich unterstützt durch die agile Filiz Eren (4) und Benda, den Vorsprung weiter aus. Und veredelte somit den Zwischenspurt des TSV Eintracht Böddiger nach der Pause sogar noch.

• Böddiger: Dippel (1.-21., 3 Paraden/9 Gegentore), Frommann (21. - 60., 19/15); Benda 7, Wude 1, Theis 1, Eren 4, Hasper, Kühlborn 10, Minhöfer 2, Schene 6/2, Dieling 1. Sulzbach/Leidersbach: Menge (1.-40., 5/20), Scheitzger (40.-60., 5/12); Hess 5, Eisenträger 4, Wess 1, Krasnansky 4, Becker, Budde 2, Schwarzkopf, Burgard 3/2, Rotter 5.

SR: Kaplan/Scheid. Z: 81.

Siebenmeter: 2/2:5/2. Zeitstrafen: 8:4-Minuten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.